Ehepaar erlebt bei "Bares für Rares" Debakel: Entsetzter Horst Lichter bricht ab

Köln - Ingrid und Heinrich kommen mit hohen Erwartungen zu "Bares für Rares". Doch dann erlebt das Ehepaar eine Klatsche, die selbst Horst Lichter (64) entsetzt. Es kommt zum Abbruch.

Ingrid und Heinrich aus Ludwigshafen gehen bei "Bares für Rares" fest davon aus, im Besitz eines wertvollen Gemäldes zu ein.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Wie die Verkäuferin im Gespräch mit dem Moderator verrät, hat sie das mitgebrachte Bild von ihrem Onkel geerbt. "Ganz ehrlich, wusste ich damals gar nicht, was es ist und wie viel das Bild eigentlich wert ist", gestand sie offen und ehrlich.

Lichter wird sofort hellhörig: "Du vermutest, dass es wertvoll ist?", hakt er nach. Ingrid nickt. Heinrich merkt an, dass eine frühere Expertise den Wert des Gemäldes bereits auf stolze 14.000 Euro geschätzt habe. Der Gastgeber ist baff: "Mein lieber Kokoschinski."

Anschließend rührt auch Ingrid noch einmal kräftig die Werbetrommel für ihr Mitbringsel. "Das ist ein echter Kreul von 1832, das kann nicht jeder bieten", stellt sie klar. Bleibt nur noch die Frage zu klären: Was hält ZDF-Expertin Frederike Werner (64) von dem Machwerk?

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Als Urheber bestätigt die 64-Jährige den studierten Künstler Johann Friedrich Carl Kreul. Das Bild mit dem Titel "Der sehnsüchtig erwartete Brief" wurde auf Holz gemalt. Werner ist von dieser Technik begeistert, denn die Feinheit der Darstellung sei "kaum zu übertreffen".

Doch plötzlich wendet sich das Blatt. Der Rahmen sei zwar "eindrucksvoll", aber "unfein restauriert". Noch schlimmer verhält es sich mit dem Zustand des Gemäldes selbst. "Lässt zu wünschen übrig", so das vernichtende Urteil der Sachverständigen.

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Das Werk von Maler Johann Friedrich Carl Kreul mit dem Titel "Der sehnsüchtig erwartete Brief" hat bereits 200 Jahre auf dem Buckel.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Seid mir nicht böse": Horst Lichter muss Verkäufer-Paar wegschicken

Moderator Horst Lichter (64) kann den wahren Wert des Objekts kaum fassen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Der Grund: unzählige Bläschen auf der Bildoberfläche. "Als würde sich der Firniss auflösen", doziert Werner. Von seinem Wunschpreis abrücken will Heinrich trotz der herben Kritik nicht. Satte 10.000 Euro fordert der Verkäufer.

Für die Fachfrau ist das jedoch völlig utopisch. Vor 25 Jahren wäre ein guter vierstelliger Betrag durchaus drin gewesen, heute seien Biedermeier-Werke auf dem Kunstmarkt aber nicht mehr so gefragt und daher deutlich weniger wert.

Anschließend drückt Werner die Hiobsbotschaft auch in Zahlen aus. Maximal 500 bis 600 Euro hält sie für möglich. Und das inklusive des 200 Jahre alten Rahmens. "Oh Gott, ehrlich?", platzt es entsetzt aus Horst Lichter heraus.

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Auch die Verkäufer müssen schlucken. "Wir sind ein wenig enttäuscht", stammelt Heinrich. Für diesen Preis will das Ehepaar nicht verkaufen.

Da die Spanne zwischen Wunsch- und Schätzpreis so riesig ist, dürfen die beiden auch nicht in den Händlerraum. "Seid mir nicht böse", erklärt Lichter. Dann bricht er den Auftritt ab.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

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