Irres Wettbieten um "unansehnlichen" Flohmarkt-Fund: Rentner räumt bei "Bares für Rares" ab

Köln - Ein Flohmarkt-Fund sorgt bei "Bares für Rares" für Furore. Nicht nur Horst Lichter (64) ist begeistert. Im Händlerraum wird es gar vierstellig.

Klaus Kobusch (83, l.) aus Bielefeld möchte bei "Bares für Rares" ein Fundstück vom Flohmarkt zu Geld machen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Klaus Kobusch ist mit einem kunstvollen Sekt-Kühler in die ZDF-Show gekommen, der ihn auf dem Trödelmarkt nur schmales Geld gekostet hat. Damals sei der Gegenstand ziemlich "unansehnlich" gewesen. Nach einer gründlichen Reinigung ahnte der 83-jährige Rentner aber bereits: "Der ist irgendwie besonders."

Wie Kunstexpertin Wendela Horz (56) doziert, stamme das gute Stück aus dem Hause Franco Lapini in Florenz. Der 2017 verstorbene Lapini war ein italienischer Silberschmied, der mit seinen Arbeiten die barocke florentinische Tafelkunst hat wiederaufleben lassen.

Das feilgebotene Objekt sei im Jahr 1993 entstanden. Besonderer Hingucker ist der fantasievoll gestaltete Delfin mit Glasaugen als Standfuß - in Anlehnung an die barocken Fischbrunnen. Er verleiht dem Sekt-Behälter seinen extravaganten Charakter.

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Gefertigt wurde das Kunstwerk in Handarbeit. Das Material besteht aus versilbertem Messing. Trotz seines Alters sei der Kühler in einem guten Zustand, wie Horz betont. Mit 1000 Euro nennt Kobusch dann allerdings einen überraschend hohen Wunschpreis.

Völlig utopisch ist die Summe nicht: Die Sachverständige taxiert den Wert auf 600 bis 1000 Euro. Die breite Spanne liege daran, dass Lapini-Objekte auf dem Markt "sehr unterschiedlich gehandelt" werden.

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Besonderer Hingucker des imposanten Sekt-Kühlers aus dem Hause Franco Lapini ist der fantasievolle Delfin-Standfuß.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Bieter-Duell der "Bares für Rares"-Händler treibt Preis nach oben

Benjamin Leo Leo (53, l.) und David Suppes (38) haben im Händlerraum vor allem mit dem Gewicht des Objekts zu kämpfen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Kobusch akzeptiert die schwammige Expertise zwar, stellt aber sofort klar, nicht unter 600 Euro verkaufen zu wollen. "Musst du ja auch nicht", bestätigt Horst Lichter, bevor er seinen Gast in den Händlerraum weiterschickt.

Der gewaltige Sektkühler macht auf die potenziellen Käufer einen starken Eindruck. Das Interesse ist schnell geweckt. Christian Vechtel (51) eröffnet die Auktion zunächst mit 200 Euro, doch Ruckzuck ist der Preis verdreifacht. 

Vor allem das private Bieter-Duell des 51-Jährigen mit seinem Kollegen David Suppes (38) treibt den Preis anschließend weiter nach oben. Bei 700 Euro gibt Kobusch zu verstehen, dass er mit der aufgerufenen Summe noch nicht ganz zufrieden ist.

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Am Ende behält Vechtel die Oberhand. 1000 Euro zahlt er für den prächtigen Sekt-Kühler, der so schwer ist, dass er ihn alleine kaum heben kann. Auch Klaus ist happy: Sein Wunschpreis wurde zur Punktlandung. 

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder bereits vorab in der Mediathek.

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