Julia ersetzt tote Mutter: Collier geht bei "Bares für Rares" für Traumpreis weg

Köln - Gänsehaut-Moment bei "Bares für Rares": Verkäuferin Julia möchte mit ihrem Auftritt den letzten Wunsch ihrer Mutter erfüllen. Es wird emotional - und auch lukrativ.

Verkäuferin Julia (l.) möchte bei "Bares für Rares" den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Mutter erfüllen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Die Kandidatin aus Bad Schönborn hat ein funkelndes Collier mitgebracht, das auch Horst Lichter (64) begeistert. "Oh, welch ein Geschmeide", schwärmt der ZDF-Moderator. Doch hinter dem Schmuck verbirgt sich eine traurige Geschichte.

Eigentlich sei ihre Mutter für das Format gemeldet gewesen, verrät Julia. Doch der Tod war schneller. Auf dem Sterbebett habe ihre Mama sie darum "gebeten, das Collier bei 'Bares für Rares' zu verkaufen". Lichter schaut demonstrativ nach oben und meint: "Sie ist definitiv dabei!"

Doch nicht nur die Story ist besonders, auch das Accessoire selbst macht Wind. Laut Wendela Horz (56) wurde das Collier in Handarbeit hergestellt - und zwar von der bekannten Goldschmiedin Käthe Ruckenbrod. Das Material: 750er-Gelbgold.

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Trotz der starren Glieder zeige das Schmuckstück eine dynamische Bewegung - eine Synthese aus Gegensätzen: "Wasser und Metall". Dafür sorgen vor allem die 28 verarbeiteten Aquamarine. Jetzt gelte es nur noch "die richtige Frau" dafür zu finden.

Horz spielt auf eine entsprechende Statur und das nötige Kleingeld an. "Das ist nicht so leicht", warnt sie. Julia hofft auf eine Summe zwischen 4000 und 5000 Euro. Lichter reißt die Augen auf. Doch seine Expertin geht mit: Sie taxiert den Wert 4600 bis 5000 Euro.

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Das Collier aus 750er-Gelbgold wurde von Goldschmiedin Käthe Ruckenbrod gefertigt und mit 28 Aquamarinen besetzt.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Bares für Rares"-Händler Fabian Kahl sichert sich den Zuschlag

Händler Fabian Kahl (34, l.) zahlt 5200 Euro und ist damit neuer Besitzer des funkelnden Schmuckstücks.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Oh, das ist aber schön", merkt Fabian Kahl (34) ganz verzaubert an, als das Stück im Händlerraum enthüllt wird. Auch Julian Schmitz-Avila (39) wirkt interessiert und bemerkt: "Sehr ausgefallen, ich glaube, sowas haben wir noch nicht hier gehabt."

In Bezug auf den Herstellungszeitraum in den 1970er-Jahren weiß der 39-Jährige zudem zu berichten, dass "der Goldwert von damals um das Siebenfache gestiegen" sei. Und so eröffnet er die Auktion mit 4400 Euro, was laut Expertise exakt dem aktuellen Goldwert entspricht.

Anschließend entbrennt ein Privatduell zwischen ihm und Kahl. Der Thüringer erhöht auf 5100 Euro und erklärt: "Ich handele seit einem Jahr vermehrt mit Schmuck, und das läuft gut. Das ist immer noch ein sehr modernes Stück und sehr gut verkaufbar."

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Die Expertin war da ganz anderer Meinung, aber diese zählt nun nicht mehr. Kahl sichert sich den Zuschlag am Ende für 5200 Euro. Julia freut sich, nicht nur über den tollen Erlös, sondern vor allem darüber, dass sie den letzten Wunsch ihrer Mama erfüllen konnte.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

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