Novum bei "Bares für Rares": Münz-Wurf entscheidet über endgültigen Verkaufspreis

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Köln - So etwas gab es bei "Bares für Rares" noch nie: Weil sich Händler und Verkäufer nicht einigen können, entscheidet am Ende ein Münzwurf über den finalen Preis.

"Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz (56) nimmt die drei Gedenkringe, die Leon aus Eitorf mitgebracht hat, genau unter die Lupe.
"Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz (56) nimmt die drei Gedenkringe, die Leon aus Eitorf mitgebracht hat, genau unter die Lupe.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Leon aus Eitorf hat drei Gedenkringe mit in das Pulheimer Walzwerk bei Köln gebracht, die laut Wendela Horz (56) allesamt aus dem 19. Jahrhundert stammen. "So viele unglaubliche Geschichten stecken darin", schwärmt die ZDF-Expertin während ihrer Begutachtung.

Das erste Exemplar zeigt geflochtenes Haar im Ringkopf mit einem Bergkristall als Schutzglas. Die Ringschiene aus 375er-Gold stammt aus einer anderen Zeit. Wie die Sachverständige anmerkt, sei diese im 20. Jahrhundert ausgetauscht worden.

Auch vom zweiten Ring ist Horz beeindruckt. Zu sehen ist ein Chrysoberyll als Edelstein in der Mitte sowie einige Saatperlen. Als Material wurde 585er-Gold verwendet. Das letzte Schmuckstück besteht dagegen aus 750er-Gold, mit Diamant und Perlen.

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Den allgemeinen Zustand bewertet die Expertin als gut, trotz einiger Gebrauchsspuren. Zudem betont sie: "Solche Stücke sind bei Sammlern sehr gefragt und sind sehr gut verkäuflich." Leons Vater hatte das Trio vor über 20 Jahren auf einem Flohmarkt erworben.

Als Horst Lichter (64) den Wunschpreis seines Gastes erfährt, fällt er aus allen Wolken. Dieser beträgt 1500 Euro - pro Ring! Horz sieht darin vielmehr den Gesamtwert des Konvoluts. Verkaufen will Leon dennoch. Zu Hause würden die Ringe nur "rumliegen", wie er sagt.

Der Schätzwert der drei Schmuckstücke aus dem 19. Jahrhundert liegt insgesamt bei 1500 Euro.
Der Schätzwert der drei Schmuckstücke aus dem 19. Jahrhundert liegt insgesamt bei 1500 Euro.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares
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"Bares für Rares"-Händlerin zieht bei Münzwurf den Kürzeren und muss zahlen

Faire Verliererin: Händlerin Susanne Steiger (43) gratuliert dem Verkäufer nach dem Münzwurf zu seinem Deal.
Faire Verliererin: Händlerin Susanne Steiger (43) gratuliert dem Verkäufer nach dem Münzwurf zu seinem Deal.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Im Händlerraum staunt auch Wolfgang Pauritsch nicht schlecht. "Das haben wird selten", erklärt der Österreicher mit Blick auf den Ring mit dem Echthaar. Und seine Kollegin Susanne Steiger (43) findet: "Sehr schöne und dekorative Zeitzeugen."

500 Euro lautet ihr Startgebot. Friedrich Häusser (73) und Pauritsch bieten in 100-Euro-Schritten mit. Bei 1300 Euro wirft Letzterer zuerst das Handtuch. Kurz darauf gibt auch Häusser auf. Für 1400 Euro will Steiger wissen: "Kommen wir ins Geschäft?"

Leon verneint. Er besteht auf den Expertisenpreis. "1500? Das will ich aber nicht", stellt die Juwelierin klar und will von ihrem Gegenüber wissen: "Was machen wir denn jetzt?" Der Verkäufer kommt daraufhin auf eine ungewöhnliche Idee …

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Ein Münzwurf soll über den endgültigen Kaufpreis entscheiden. Steiger stimmt zu, wirft die Münze - und unterliegt. "Das Glück war auf meiner Seite", freut sich Leon über seinen 1500-Euro-Coup. Steiger zeigt sich als faire Verliererin und schmunzelt: "So habe ich noch nie drei Ringe gekauft."

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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