Tumult bei "Bares für Rares": Händler geraten im Verkaufsraum aneinander

Köln - Tumultartige Szenen im Auktionsraum von "Bares für Rares": Ein Kunstwerk sorgt dafür, dass zwei Händler aneinandergeraten - was sich für den Verkäufer als Glücksfall herausstellt.

Gunther Schmidt (78) aus Bayern will sich bei "Bares für Rares" von einem Kunstwerk trennen, welches er von seinen Schwiegereltern erhalten hat.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Eine Lithografie von Lovis Corinth bringt Gunther Schmidt (78) aus Großheirath in Bayern mit in die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks.

Der Bayer habe das Kunstwerk von seinen Schwiegereltern bekommen, die dieses von ihren Eltern geerbt haben.

"Es hatte aber keinen Platz mehr an der Wand, zwischen bunten Aquarellen und Ölgemälden fand ich es zu traurig in Schwarz-Weiß", verrät der Verkäufer.

Bares für Rares XXL-Gewinn bei "Bares für Rares": Objekt sollte für zehn Euro weg, dann schlägt Zufall zu

Galerist und Kunst-Experte Detlef Kümmel (57) erklärt, dass es sich bei einer Lithografie um ein besonderes Flachdruckverfahren handele.

"Das Kunstwerk wird dabei auf einen Stein gemalt. Dort, wo er bemalt wurde, wird der Stein mit Säure behandelt – das wirkt wie ein Schwamm, saugt die Farbe auf. So wird das Bild auf das Papier gedruckt", gibt der Sachverständige weiter preis.

Hergestellt worden sei das Werk im Jahr 1922 - wie dem Verkäufer schon bewusst ist - vom deutschen Künstler Lovis Corinth. Es zeige eine Szene am Walchensee in Bayern, sei in einer Auflage von 125 Stück gedruckt worden.

Anzeige
Die Lithografie wurde vom deutschen Künstler Lovis Corinth im Jahr 1922 hergestellt.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Bares für Rares"-Händler trotz Schaden begeistert vom Kunstwerk

Susanne Steiger (43) und Daniel Meyer (52) geraten im Händlerraum aneinander.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Moderator Horst Lichter (64) möchte natürlich wissen, wie viel der 78-jährige Bayer für sein Gemälde haben möchte. "500 Euro würde ich schätzen, darunter nicht", macht er deutlich.

Ein Problem, welches noch besteht: Das Papier ist an einem der Ränder gerissen.

"Eigentlich werden solche Bilder für etwa 1500 Euro gehandelt", so der Sachverständige, der ausführt: "Mit dem Schaden liege ich bei 700 bis 800 Euro."

Bares für Rares Irre Nummer bei "Bares für Rares": Verkäufer Cédric verzichtet freiwillig auf Geld

Doch trotz des Schadens sorgt das Kunstwerk im Händlerraum für Begeisterung. Wolfgang Pauritsch (54) startet direkt mit einem Gebot von 400 Euro.

Auch Daniel Meyer (52) und Susanne Steiger (43) bieten mit und erst bei 1400 Euro scheint das Ende erreicht zu sein. "Das ist mein bestes Angebot, ich bin dann raus", macht Meyer klar.

Die 43-jährige Steiger legt aber noch mal 20 Euro drauf, sodass die Messe gelesen scheint. "Toll, dann ist es deins", wütet der 52-jährige eingeschnappte Meyer. Allerdings kommt es bei ihm nochmal zum Sinneswandel. "Die 20 Euro tun weh, also 1450 Euro", so der Händler.

Plötzlich steigt auch Pauritsch wieder ins Rennen ein. Erst bei 1570 Euro kann Meyer den Deal schlussendlich unter Dach und Fach bringen.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Mehr zum Thema Bares für Rares: