"Bergdoktor"-Star über Schicksalsschlag: "Furchtbar. Der Tod ist allgegenwärtig"
München - Seit 2008 spielt Monika Baumgartner bei der ZDF-Serie "Der Bergdoktor" Elisabeth Gruber. Die 75-Jährige ist nun nach eigenen Worten "im letzten Teil des Lebens angekommen" und spricht offen über Tod und Verlust.
"Die Einschläge kommen näher – viele wunderbare Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich jahrelang gearbeitet habe, sind nicht mehr da", erzählte die Münchnerin im Gespräch mit "t-online". "Je älter man wird, desto mehr wird einem die eigene Endlichkeit klar."
Ihren letzten schweren Schicksalsschlag musste Baumgartner erst kürzlich hinnehmen. "Vor zwei Monaten musste ich meine Katze einschläfern lassen, die mich 15 Jahre begleitet hat. Das war furchtbar. Der Tod ist allgegenwärtig", so die 75-Jährige.
Es sei klar, dass jeder sterben müsse, aber man befasse sich damit oftmals nicht. "Ich bewundere Menschen, die so darüber reden können, als wäre es nichts. Aber ich kenne wenige, denen das wirklich gelingt", sagte die Regisseurin.
Ob es ein Leben nach dem Tod gibt, da ist sich Baumgartner nicht so sicher: "Manchmal denke ich, da gibt es etwas. Dann wieder kommt mir das wie ein Schmarrn vor. Es schwankt – zumindest bei mir."
"Bergdoktor"-Star Monika Baumgartner
Baumgartner ist gerne "Bergdoktor"-Star, wie sie erzählte und ist dankbar, dass sie Teil der Erfolgsserie sein darf. "Die Bekanntheit durch die Serie hilft mir sogar – Menschen kommen auch wegen meiner Popularität durch diese Rolle zu meinen Weihnachtslesungen, die ich jedes Jahr mache", meinte sie.
An den Ruhestand denke Baumgartner jedenfalls noch nicht. "Ich habe den schönsten Beruf der Welt. Ich arbeite dort, wo andere Urlaub machen, darf spannende Dinge erleben und werde dafür bezahlt", so die Lisbeth-Darstellerin.
Alle Schauspieler, die sie kenne oder gekannt habe, hätten gearbeitet, solange sie konnten. Daher sehe sie keinen Grund aufzuhören.
Titelfoto: Ursula Düren/dpa
