Hamburg – Nach fast 20 Jahren und rund 100 Sendungen verabschiedet sich NDR-Moderatorin Bettina Tietjen (66) von "DAS! Kochstudio". Ihr Nachfolgerin ist keine Unbekannte.
Seit 2006 stand sie gemeinsam mit Fernsehkoch Rainer Sass (71) und später mit Fernsehköchin Zora Klipp (35) in der Showküche und präsentierte von Hausmannskost über Sterneküche bis hin zu kreativen Feiertagsmenüs wahrscheinlich so ziemlich alles, was die kulinarische Welt zu bieten hat.
Dabei überraschte die Hobbyköchin das Publikum immer wieder und sorgte vor allem mit ihren Vorspeisen für Unterhaltung.
Sass nannte Tietjen auch deshalb einst scherzhaft die "Königin der Beiköche". Besonders in Erinnerung sei den beiden in ihrer gemeinsamen Zeit die Erkenntnis geblieben: Die besten Rezeptideen entstehen oft nachts – und kochen macht am meisten Spaß, wenn daraus ein Erlebnis wird.
"Ohne die Küchenshow mit Rainer hätte ich in den vergangenen 20 Jahren auf jeden Fall weniger zu lachen gehabt", so Bettina Tietjen. Doch auch von Klipp konnte die 66-Jährige noch sehr Wichtiges lernen. Unter anderem, wie praktisch eine Brille in der Küche ist, um Knoblauch nicht mit Fenchel zu verwechseln, schwelgt sie.
Außerdem sei festgestellt: Ein sauberer Arbeitsplatz ist das A und O in jeder Küche.
Inka Schneider tritt in Bettina Tietjens Kochstudio-Fußstapfen
"Eigentlich erstaunlich, dass ich noch immer kein eigenes Restaurant eröffnet habe", erklärt Tietjen schmunzelnd ihre Bilanz nach 20 Jahren "DAS! Kochstudio".
Im Peak erreichte die Kochshow mit Tietjen knapp eine halbe Million Zuschauende in Norddeutschland.
Am Karfreitag wird die Hobby-TV-Köchin zum letzten Mal mit Profi Zora Klipp am Herd stehen. Danach wird sie den symbolischen goldenen Kochlöffel an ihre Nachfolgerin und Kollegin Inka Schneider (58) übergeben.
Schneider ist Moderatorin und bekannt aus "DAS! Rote Sofa". Sie übernimmt ab Ostermontag die NDR-Küche und will frischen Wind in die Sendung bringen:
"Ich koche selten nach Rezept. Meistens öffne ich den Kühlschrank und entscheide spontan, was zusammenpassen könnte. Mein Mann nennt mich deshalb eine Anarcho-Köchin – aber bislang hat es ihm noch immer geschmeckt."