"Let's Dance"-Star ignorierte Anrufe des Vaters bis zu dessen Tod: "Das verfolgt mich nicht"

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Hamburg - "Let's Dance"-Star Willi Banner (31) erzählte bei "deep und deutlich" von der toxischen Beziehung zu seinem Vater und der Zeit nach dessen Tod.

Willi Banner (31) erlebte Gewalt durch seinen Vater.
Willi Banner (31) erlebte Gewalt durch seinen Vater.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Banner ist ehemaliger Profi-Rennradfahrer, Reality-Star und erfolgreicher Influencer. Den Moderatoren Lola Weippert (30) und Michel Abdollahi (45) öffnete sich der Social-Media-Star und erzählte von seiner schwierigen Jugend.

Sein Vater war seit dem siebten Lebensjahr sein Trainer, gemeinsam feierten sie viele Erfolge. "Als ich so 13 oder 14 Jahre alt war, habe ich gemerkt, ich habe keine Lust auf das Training", erzählte Banner.

Er fing an, die vorgegeben Trainingsstrecken abzukürzen. "Ich bin zu meiner Mutter abgebogen, weil meine Eltern getrennt gewohnt haben und habe mich vor die Playstation gesetzt und gespielt", erinnerte sich der 31-Jährige.

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Die Leistungen gingen bergab und mit ihnen das Verhältnis zwischen Vater und Sohn. "Wenn wir von Radrennen zurückgekommen sind und ich nicht die dementsprechend guten Platzierungen einfahren konnte, ist es schon sehr unangenehm geworden", erzählte der Kölner. Auch zu Gewalt sei es gekommen.

Banner erinnerte sich an eine Rückfahrt, bei der sein Vater seine Mutter als "Schl***e" bezeichnete und er sie verteidigte.

"Ich habe es nicht mal ausgesprochen, schon habe ich eine Rückhand ins Gesicht bekommen. Auch völlig unvermittelt, sodass ich relativ stark an der Lippe geblutet habe", so der Influencer.

Willi Banner: "Stück für Stück wurde sein Bein immer mehr amputiert"

Willi Banner (31) und Kim Schiele (26) verrieten der Öffentlichkeit erst vor Kurzem, dass sie ein Paar sind.
Willi Banner (31) und Kim Schiele (26) verrieten der Öffentlichkeit erst vor Kurzem, dass sie ein Paar sind.  © Thomas Banneyer/dpa

Wenig später ging Banner nach Cottbus auf ein Sportinternat und sein Vater erkrankte. "Es war so, dass er sich immer schlecht um sein Diabetes gekümmert hat. Er hat dadurch Durchblutungsstörungen in den Füßen bekommen. Die Füße hat er dann immer an eine Heizung gehalten."

Dabei habe sich der Vater wahrscheinlich verbrannt, die Wunde verheilte nicht. "Weil es nicht zugeheilt ist, musste der Fuß abgenommen werden. Erst überhalb des Knöchels, dann ist der Stumpf nicht zugeheilt, [...] Stück für Stück wurde sein Bein immer mehr amputiert", erinnerte sich der Ex-Profisportler.

In der Zeit habe sein Vater ihn permanent angerufen, fünf bis sechs Mal am Tag.

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"Ich konnte irgendwann nicht mehr ans Telefon gehen. Es hat mir dann auch nicht mehr gutgetan. Ich wollte auch nicht mehr mit ihm sprechen, obwohl es ihm eigentlich schlecht ging. Irgendwann hat dann das Telefon nie wieder geklingelt", erzählt Banner. Die Nachricht vom Tod seines Vaters erreichte ihn im Trainingslager und sei ein Schock gewesen.

"Hast du dich rückblickend je geschämt dafür, dass du nicht rangegangen bist?", will Abdollahi wissen.
"Nicht einen Tag. Schuldgefühl in dem Sinne hatte ich wirklich nicht. Da muss ich ehrlich sein: Dass ich nicht rangegangen bin, das verfolgt mich nicht", erwidert der Influencer.

Die ganze Folge gibt es in der ARD-Mediathek.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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