Dieter Hallervorden verrät bei "Maischberger": Diese Partei wird er wählen

Berlin - Dieter Hallervorden (86) weiß, wo er dieses Jahr seine Kreuzchen setzen wird: Der Komiker und Theaterbetreiber hat sich nun im TV zu seinem Wahlverhalten geäußert.

Dieter Hallervorden (86) wird bei der Bundestagswahl 2021 die FPD wählen.
Dieter Hallervorden (86) wird bei der Bundestagswahl 2021 die FPD wählen.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

"Wer garantiert mir meine persönliche Freiheit am besten?", sagte der 86-Jährige am Mittwochabend bei "maischberger. die woche" in der ARD, als es um seinen politischen Kompass ging.

Seiner Ansicht nach sei "Freiheit kein Privileg, das verliehen wird, sondern Freiheit muss immer wieder neu erworben werden", betonte der Schauspieler.

Er beschreibe Freiheit immer mit Zeit: "Wenn man Zeit hat, denkt man nicht dran und merkt plötzlich, man hat sie verplempert."

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Das gelte nach seinen Worten auch bei Freiheit. Sie müsse "erkämpft werden", sie sei "ein Gut, das stärker wird, wenn man es braucht und bei Nichtgebrauch verkümmert".

Daraufhin sagte er Moderatorin Sandra Maischberger (55): "Ich fühle mich da bei der FDP gut aufgehoben." In der Sendung wurde zudem ein Wahlwerbespot für die Partei aus dem Jahr 1983 mit der Kabarett-Legende gezeigt, da er viele Jahre für die Partei gesprochen habe.

Auf Nachfrage der Gastgeberin, ob dies auch heute noch so sei, stellte das Multitalent klar: "Heute wieder. Es war nicht immer so." Der 86-Jährige stieg darauf weiter ein: "Ich verschenke meine Gunst von Fall zu Fall."

Sein Entschluss sei gefasst, für wen er bei der bevorstehenden Bundestagswahl votieren werde: "Ich werde in diesem Jahr bundespolitisch mit beiden Stimmen FDP wählen."

Dieter Hallervorden hat seine Meinung zu Angela Merkel geändert

Sandra Maischberger (55) moderiert ihre wöchentliche ARD-Talkshow "maischberger. die woche" seit 2003.
Sandra Maischberger (55) moderiert ihre wöchentliche ARD-Talkshow "maischberger. die woche" seit 2003.  © WDR/DasErste.de/Markus Tedeskino

Auf die SPD halte der gebürtige Dessauer derzeit keine großen Stücke und fühle sich enttäuscht, wie er erklärte: "Olaf Scholz ist für mich ein trojanisches Pferd. Die SPD hat einen Kanzlerkandidaten ins Schaufenster gestellt, der das Programm, das dahinter steht, verdecken soll. Mit Esken und Borjans würden die noch in ihrem Jammertal von 14, 15 Prozent rumjammern."

Außerdem kam das Gespräch noch auf Angela Merkel (67, CDU), über die sich der Kabarettist 2005 spöttisch geäußert hatte. Mittlerweile habe er seine Meinung geändert.

"Wer 16 Jahre lang Deutschland vertritt und den Ruf von Deutschland in der Welt so gemehrt hat, dem gebührt Anerkennung", fasste Hallervorden seine Sicht zusammen.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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