Köln - Der Dschungelcamp-Auftritt von Gil Ofarim (43) erhitzt auch rund eine Woche nach dessen Krönung noch die Gemüter: Jetzt reagiert auch Show-Autor Micky Beisenherz (48) - und räumt Fehler ein!
Der 48-Jährige schreibt seit Jahren Moderationstexte für "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!". Viele Fans ärgerten sich maßlos, dass das sonst so bissige Duo Sonja Zietlow (57) und Jan Köppen (42) den späteren Sieger in der Show kaum kritisch hinterfragte.
In seinem Podcast "Apokalypse & Filterkaffee" bezog Beisenherz im Gespräch mit Anne Hähnig Stellung zur geballten Kritik an seiner Arbeit. Letztere hatte einst Ofarims "Davidstern"-Prozess für die "Zeit" begleitet.
Wie der Autor gesteht, hätten ihn die Andeutungen des Sängers bezüglich einer möglichen Manipulation der Hotel-Kameras "für eine kurze Phase des Camps" selbst ins Grübeln gebracht. "Er hat diesen Raum aufgemacht, in dem der Zweifel entsteht", so Beisenherz.
Allerdings entspreche dies nicht der Wahrheit, wie er weiter betont. Hähnig kann das bestätigen: Der Vorfall in Leipzig sei von der Polizei wie ein Mordprozess recherchiert worden. Es gebe "keinen Beleg für irgendeine Manipulation". Die Faktenlage sei "total eindeutig".
Doch RTL ließ Ofarims inkorrekte Ausführungen einfach unkommentiert, wie die Journalistin im Podcast in aller Deutlichkeit kritisiert: "Die Verantwortung hätte hier schon bei einem großen Medienunternehmen wie RTL gelegen."
Dschungel-Autor über Gil Ofarim: "Kein Plan, ihn zum König zu schreiben"
Den Vorwurf, nicht die nötigen faktischen Einordnungen geleistet zu haben, kann "IBES"-Autor Beisenherz nachvollziehen. "War tatsächlich unglücklich. Das hätte besser laufen können", räumt er rückblickend ein.
Was er jedoch nicht gelten lassen will, ist die Unterstellung, das Team habe Ofarim in den 17 Tagen im Dschungelcamp gezielt bevorzugt behandelt und ihn somit auf den Thron gehievt.
"Es hätte immer ein paar mehr Sprüche geben können auf Kosten von Gil, was sicherlich dem Mischungsverhältnis gutgetan hätte. Aber den großen Plan, den zum Dschungelkönig zu schreiben, den gab es nie", beteuert er.
Der Triumphzug des Musikers überraschte auch ihn. Wie Beisenherz anmerkt, habe er vielmehr mit einem "Desaster" für Ofarim gerechnet: "Ich habe wirklich gedacht, der macht eine Dschungelprüfung nach der nächsten, und dann fliegt der da raus."
Es habe sich jedoch schnell eine Eigendynamik entwickelt: "Im Camp selber kam er plötzlich wie das Opfer rüber, weil er immer vier, fünf Leute gegen ihn hatte, die ihn immer ins Aus gestellt haben". So sei der Eindruck entstanden, er werde unfair behandelt.