Applaus für RTL-Moderator wegen Ofarim-Statement: "Ärgere mich, dass ich Dinge nicht richtiggestellt hab"

Köln - Selbstverständlich ist Gil Ofarim (43) auch zum offiziellen Ende des Dschungelcamps, dem Nachspiel, DAS Top-Thema. Überraschend deutlich stellt sich Moderator Jan Köppen (43) darin gegen einige Aussagen des RTL-Königs - während Kollegin Sonja Zietlow (57) wieder kein kritisches Wort verliert.

Gil Ofarim (43) wurde auch im Dschungelcamp-Nachspiel gegrillt.
Gil Ofarim (43) wurde auch im Dschungelcamp-Nachspiel gegrillt.  © RTL

Zum Ende der Show am Sonntagabend ergriff Köppen das Wort: "Ich möchte gern etwas sagen und das sage ich nur für mich aus mir heraus, weil ich viel über Dinge nachgedacht hab und ich mich darüber ärgere, dass ich Dinge, die du im Camp gesagt hast, nicht richtiggestellt hab."

Er führte aus: "Du hast immer wieder Andeutungen gemacht, du seist freigesprochen, was du nicht warst und sprichst über eine Verschwiegenheitserklärung, die es in dieser Form nicht gibt und sprichst dann darüber auch wieder mit einer falschen Formulierung. Du musstest dich ja zwei Jahre damit beschäftigen. Du weißt doch im juristischen Sinne, was das heißt?!"

Das Wort "Verschwiegenheitserklärung" sei "ein Fehler, eine unglückliche Wortwahl" gewesen, räumt der Musiker ein. Er schiebt es auf Müdigkeit, Hunger und das 17-tägige Nachbohren, habe es nicht bewusst falsch gesagt. Um gleichzeitig zu unterstreichen, "juristisch ein unschuldiger, freier Mann" zu sein.

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"Es gibt da eine Abmachung, die habe ich unterschrieben, dass man nicht darüber spricht, was verhandelt worden ist, warum es so gekommen ist und wer was wem und wie viel zu überweisen hat", so Ofarim. Das ist aber mittlerweile offiziell.

Neben 10.000 Euro unter anderem an die Jüdische Gemeinde zu Leipzig und 20.000 Euro Schmerzensgeld an den zu Unrecht beschuldigten Hotelmitarbeiter Markus W. muss der 43-Jährige auch die Verfahrenskosten in Höhe von rund 40.000 Euro tragen.

Dschungelcamp 2026: Gil Ofarim hat "nicht versucht, irgendetwas umzudrehen"

Moderator Jan Köppen (43, l.) bereut seine fehlende Einordnung der Falschaussagen des Dschungelkönigs.
Moderator Jan Köppen (43, l.) bereut seine fehlende Einordnung der Falschaussagen des Dschungelkönigs.  © RTL

Gil Ofarim habe "nicht versucht, irgendetwas umzudrehen oder irgendwas zu säen. Wenn es so wirkte, tut es mir leid. Ich habe zitiert, was der 'STERN' in ihrer Recherche festgestellt hat nach Sichtung aller Akten."

Das angeblich nicht originale Band der Überwachungskamera und fehlende zwei Sekunden - das sollte er wissen - spielten für den Prozess aber keinerlei Rolle. Demzufolge sinnlos, dies anzusprechen. Und damit insgeheim doch wieder Gedankengänge der Zuschauer anzustoßen, der erfundene Davidstern-Vorfall habe sich doch so ereignet.

Ihn ärgert es, dass er nur auf den Skandal reduziert wurde und nicht gefeiert wurde für seine Karriere, "die ich seit 1995 habe. Es kommt der Punkt, wo du hoffst, dass es endlich vorbei ist." Ohne Einsicht und ohne Reue ist das schwierig.

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Mitcamperin Ariel (22) stellte fest. "Er hat es geschafft, ganz Deutschland zu manipulieren." Sie und die zehn weiteren Kandidaten haben Ofarim in einer geheimen Wahl übrigens auf den letzten Platz katapultiert - beim gleichzeitigen "Gewinn" von Hubert Fella (58).

Streaming-Hinweis: "Das Nachspiel" sowie alle anderen 18 Folgen der 19. Staffel "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" seht Ihr auf Abruf bei RTL+.

Titelfoto: Bildmontage: RTL

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