"Pflichtgebühr für Müll und Wiederholungen" im ZDF?

Mainz - Das ZDF muss sich regelmäßig mit Kritik auseinandersetzen und argumentiert mit den Usern auf Facebook. Diesmal meckert "Teddy Dieter B."... Dabei hat das Social-Media-Team eine Menge zu tun. Diesmal lautet die Kritik: "Zu viele Wiederholungen und Müll" im Programm, was mit den "Gebühren" (exakt heißt es "Rundfunkbeitrag", früher "GEZ") finanziert werde.

Die Rundfunkgebühr, umgangssprachlich auch GEZ genannt, steht oft in der Kritik - das ZDF diskutiert mit Usern.
Die Rundfunkgebühr, umgangssprachlich auch GEZ genannt, steht oft in der Kritik - das ZDF diskutiert mit Usern.  © Arno Burgi/dpa

User "Teddy" schreibt: "Es wird bei uns im Fernsehen nur noch amerikanischer Müll gesendet, und falls das nicht, ist es schon zum 100. Mal eine Wiederholung, welche dann vierteljährlich mit einer Pflichtgebühr bezahlt wird."

Objektiv betrachtet laufen in der "Sommerpause" tatsächlich mehr Wiederholungen als im Rest des Jahres.

Über die Gründe schreibt das ZDF zu Erstausstrahlungen: "Es ist aber nicht finanzierbar und auch nicht sinnvoll, immer nur Erstausstrahlungen zu zeigen. Zuschauer, die eine Premiere nicht gesehen haben, erleben eine Wiederholung wie eine Erstsendung."

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Ansonsten jedoch verneint der Sender die "Wiederholungsflut" und erklärt dem "Teddy": "Sorry, aber das stimmt so nicht. Das ZDF bietet in seinen Programmen Tag für Tag viel frisches Programm."

"Teddy Dieter B." gefallen "zu viele Wiederholungen" im ZDF nicht.
"Teddy Dieter B." gefallen "zu viele Wiederholungen" im ZDF nicht.  © Facebook/ZDF

So seien Nachrichten, Magazine, Dokumentationen, Serien und Fernsehfilme auch im Sommer im Programm.

So sei es zu Zeiten, in denen weniger Menschen fernsehen – nachts etwa, aber auch in Ferienzeiten wenig sinnvoll, Erstsendungen zu zeigen. Damit spare der Sender Geld.

Übrigens, ein Blick in die ZDFmediathek zeigt, es landen rund um die Uhr neue Beiträge – meist sogar "online first" – im ZDF. Derzeit empfehlenswert sind aktuelle Reportagen über die Wetterkatastrophe, Olympia-Beiträge oder auch Serien wie die zweite Staffel der "Mallorca-Files"...

Das ZDF muss sich regelmäßig mit Kritik der User auseinandersetzen. Mal geht es um Markus Lanz (52), der in seiner Sendung niemanden aussprechen lasse, mal scheinen die Gebühren (früher "GEZ", derzeit 17,50 Euro pro Haushalt, ausgenommen sozial-schwache Bürger) zu hoch "für angeblich zu viele Sportsendungen". Jüngst war die "Senderflut" bei den Öffentlich-Rechtlichen Thema (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Arno Burgi/dpa/ZDF Facebook

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