Dresden/Mainz - Freud und Leid liegen manchmal ganz nah beieinander. Kurz vor der Hochzeit stirbt der Vater von Braut Sandra (Klara Lange, 28). Doch ihre Trauer rückt in den Hintergrund, denn das bis dahin geglaubte Einzelkind wird "Plötzlich Schwester".
So absurd beginnt die gleichnamige Komödie, die ab sofort im ZDF-Streamingportal abrufbar ist (TV-Ausstrahlung: 6. August). Was bis zum Tod von Sandras Vater Gerd niemand wusste: Er hat eine Zweitfamilie. Nicht nur mit Ehefrau Monika (Andrea Sawatzki, 63) gründete er eine Familie, sondern auch mit seiner Geliebten Gabi (Anita Vulesica, 52).
Damit sich Gerd nicht aus Versehen verplappert und sein wohlbehütetes Geheimnis auffliegt, nannte er seine zweite Tochter ebenfalls Sandra (Cosima Henman, 29) - stets Sandy genannt.
Und genau diese quirlige Sandy freut sich nun riesig über die neuen Familienmitglieder und ist besessen von der Idee, die Trauzeugin ihrer Schwester zu sein. Die perfektionistische Sandra kann nicht Nein sagen und stürzt sich damit in ein Chaos, das sie nicht aufhalten kann.
In kürzester Zeit verlieren ihr Verlobter Justus (Yannik Heckmann, 31) und sie ihre Location, das Hochzeitskleid und die Ringe.
Lohnt sich das Einschalten? Unbedingt. "Plötzlich Schwester" ist eine kurzweilige Komödie, mit der man wunderbar vom Alltag abschalten kann - auch wenn man sich auf eine Achterbahn der Gefühle einstellen muss.
Unzählige Momente, die einen zum Lachen bringen
"Vermeintlich konträre Emotionen können immer parallel existieren und gefühlt werden. Trauer und Freude, Liebe und Wut. Eine Trauerfeier und eine Hochzeit sind die perfekte Mischung für Absurditäten, romantisch ehrlichen Kitsch, wilde Begegnungen und intensives Lachen (mit und ohne Tränen)", fasst es Klara Lange im ZDF-Interview zusammen.
Es gibt unzählige Momente, die einen zum Lachen bringen. "Bei der Szene im Schloss fiel es mir manchmal wirklich schwer, ernst zu bleiben", gesteht Cosima Henman. Das dürfte vor allem an dem Herrn von Hohenfels, dem Schloss-Besitzer, liegen. Der Dresdner Michael Berndt-Cananá (46) spielt diese versnobt-schrullige Figur, die ordentlich für Erheiterung sorgt.
Zweimal innerhalb kurzer Zeit drehte der Schauspieler, der an diesem Wochenende in "Die Spur der Hebamme" auf der Felsenbühne Rathen zu sehen ist, mit der gebürtigen Radebeulerin Tine Rogoll (47) zusammen. Die Regisseurin inszenierte auch den im Mai erschienenen ARD-Film "Mensch Mutti".
Die beiden sollten definitiv öfter zusammenarbeiten, wenn dabei so unterhaltsame Filme entstehen.