Mäusebefall im Schlafzimmer, doch Leipziger Hausverwaltung lässt Mieter im Stich
Leipzig - Alles beginnt im Dezember 2024, als sich Roy Rennert abends ins Bett legt und verdächtige Geräusche in seinem Schlafzimmer hört. Wenig später wird ihm klar, dass es sich pelzige Mitbewohner uneingeladen in seiner Wohnung bequem gemacht haben. Da ihn die Hausverwaltung mit dem Nagetier-Problem allein lässt, wendet sich der verzweifelte Leipziger an die Sendung "Voss & Team".
"Dann habe ich Geräusche vernommen, die im Dachgeschoss immer lauter wurden: Kratzgeräusche und auch so ein Knistern und Knabbern", erinnert sich Rennert im Gespräch mit dem MDR.
Die abendlichen Besucher sollten ab diesem Moment nicht mehr verschwinden. "Das ist sehr, sehr gruselig, weil man auf die Geräusche wartet. Man liegt dann im Bett und wartet, bis es wieder losgeht."
Eines Nachts trägt der Leipziger einen Karton, aus dem es besonders laut raschelt, nach draußen und schüttet ihn aus - dabei huschen auch ein paar Mäuse in die Dunkelheit davon.
Den Weg in die Maisonette-Wohnung fanden die Nager vermutlich über eine Lücke zwischen Fußbodenbelag und Heizungsrohr. Die Hausverwaltung reagiert jedoch gelassen und verweist zunächst auf den Hausmeister, der seinerseits keinen Schädlingsbefall habe feststellen können. Erstaunlicherweise hatte sich dieser die Wohnung Rennerts noch gar nicht angeschaut.
Überall tote Mäuse in Leipziger Wohnung
Erst nachdem der Leipziger Fotos von in seinem Schlafzimmer gefangenen Mäusen an die Verwaltung schickt, reagiert diese und verspricht, einen Kammerjäger zu beauftragen. Aufgrund der Feiertage zum Jahreswechsel sei es jedoch schwierig, jemanden zu finden, wird Rennert vertröstet. Erneut vergehen sechs Wochen.
Bei der Begehung der Wohnung sowie eines benachbarten Dachbodens stellt der Fachmann dann einen Mäusebefall im fortgeschrittenen Stadium fest. Durch den Einsatz von mit Gift versehenen Köderboxen will der Schädlingsbekämpfer der Plage Herr werden.
Als Rennert seine Wohnung verlassen will, um vorübergehend zu seinem Partner zu ziehen, findet er beim Packen überall tote Mäuse zwischen seinen Sachen. Bei einer Nachkontrolle stellt der Schädlingsbekämpfer fest, dass alle Nager getötet wurden.
Nun müsse die Wohnung grundlegend gereinigt und vor allem das Loch im Fußboden durch die Hausverwaltung geschlossen werden. Doch es passiert nichts.
"Voss & Team" konfrontiert Hausverwaltung mit Vorwürfen
Rennert engagiert schließlich einen Anwalt und stellt die Mietzahlungen vorerst ein. Als eine weitere Frist verstreicht, droht der Mieter mit einer fristlosen Kündigung. Die Hausverwaltung widerspricht dem Vorhaben jedoch und behauptet, es handele sich bei dem Schlafzimmer im oberen Teil der Maisonette-Wohnung um einen Dachboden, der gar nicht als Wohnraum freigegeben sei. Die nicht gezahlte Miete sei daher zu erstatten - insgesamt etwa 2000 Euro.
Der Leipziger will das Kapitel zu diesem Zeitpunkt jedoch nur noch hinter sich lassen und vereinbart einen Termin zur Schlüsselübergabe. Als das MDR-Team die Vertreterin der Hausverwaltung bei der Übergabe mit den Vorwürfen konfrontiert, flüchtet sich diese in Ausreden. Immerhin hat Rennert seit diesem Tag nie wieder etwas von der Verwaltung gehört.
Die komplette Folge "Voss & Team" seht Ihr am heutigen Dienstag um 20.15 Uhr im MDR oder im Anschluss auf Abruf in der ARD-Mediathek.
Titelfoto: Bildmontage/PR/Screenshot MDR/"Voss & Team"

