Müll-Chaos verursacht Millionen-Kosten: Berlin steht vor dem Dreck-Kollaps

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Berlin - Von Möbeln bis zu Giftstoffen: Berlins Müllproblem hat längst neue Dimensionen erreicht. Trotz steigender Ausgaben der Stadt wachsen die Abfallberge weiter. Gleichzeitig wird immer mehr Müll ins Umland verlagert.

Gegen die illegale Entsorgung von Sperrmüll an Berliner Straßen will der Senat mit einer Kampagne vorgehen. Vergangenes Jahr wurden zudem die Bußgelder erhöht.
Gegen die illegale Entsorgung von Sperrmüll an Berliner Straßen will der Senat mit einer Kampagne vorgehen. Vergangenes Jahr wurden zudem die Bußgelder erhöht.  © Britta Pedersen/dpa

Eine aktuelle rbb24-Reportage beleuchtet, wie die Hauptstadtregion im Dreck versinkt und dafür einen hohen Preis zahlt.

Demnach geben allein die Berliner Behörden immer mehr Geld für die Beseitigung von illegal abgelagertem Abfall aus. Während 2023 noch rund 9,7 Millionen Euro anfielen, lagen die Kosten 2025 bereits bei über 13 Millionen Euro. Auch in Brandenburg entstehen jährlich Belastungen in Millionenhöhe.

Besonders betroffen sind laut der Reportage innerstädtische Müll-Hotspots und Wälder im Berliner Umland. Dort würden regelmäßig Bauabfälle, Sperrmüll und teils gefährliche Stoffe wie Asbest oder teerhaltige Dachpappe illegal entsorgt.

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Im Landkreis Oberhavel etwa würden pro Woche bis zu 15 größere Müllablagerungen entdeckt, im Jahr 2025 insgesamt rund 900 Kubikmeter Abfall.

Mitarbeiter von Ordnungsämtern und Forstverwaltungen berichten von schwierigen Ermittlungen. Zwar würden immer wieder Hinweise in Müllsäcken gefunden, doch die Verursacher ließen sich nur selten eindeutig nachweisen.

Häufig steckten hinter den Ablagerungen gewerbliche Anbieter wie Entrümpelungs- oder Bauunternehmen, die Entsorgungskosten sparen wollten.

Steigende Kosten und zu wenig Personal verschärfen das Müllproblem in Berlin

Fast alle der zwölf Berliner Bezirke leiden unter einer Rattenplage.
Fast alle der zwölf Berliner Bezirke leiden unter einer Rattenplage.  © Denis Zielke/TAG24

Auch die Bekämpfung im Alltag gestaltet sich aufwendig. Spezielle Kontrolleinheiten der Bezirke durchkämmen Straßen und Parks, während die Stadtreinigung täglich mehrere Tonnen Müll beseitigt. Teilweise seien die Flächen bereits kurz nach einer Reinigung erneut verschmutzt.

Nach Angaben der Berliner Stadtreinigung gibt es viele gute Angebote zur Abfallentsorgung: 14 BSR-Recyclinghöfe, den BSR-Sperrmüll-Abholservice, die Tiptapp-App zur Transporthilfe bei der Sperrmüllentsorgung und die entgeltfreien Kieztage.

Neben Behörden engagieren sich auch Bürgerinitiativen gegen die Vermüllung. Freiwillige sammeln regelmäßig Abfälle in Parks und Wohnvierteln. Dennoch bleibt die Lage angespannt: Steigende Entsorgungskosten, fehlendes Personal und fehlende Abschreckung trügen nach Einschätzung von Experten dazu bei, dass sich das Problem in den Bezirken weiter verschärft.

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Die rbb24-Reportage "Müll-Chaos in Berlin: Warum die Hauptstadt im Dreck versinkt" ist kostenlos auf YouTube und in der ARD-Mediathek abrufbar.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa, Denis Zielke/TAG24

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