Leipzig - Nächster Paukenschlag für den Mitteldeutschen Rundfunk: Aufgrund fehlender Budgets soll die Produktion des "ARD-Mittagsmagazins" ab dem kommenden Jahr abgegeben werden.
MDR-Unternehmenssprecher Michael Naumann bestätigte TAG24 einen entsprechenden DWDL-Bericht, wonach die Budget-Kürzungen des Senders mit Sitz in Leipzig auf die nicht erfolgte Erhöhung des Rundfunkbeitrags zurückzuführen seien.
Demnach befinde sich der MDR aktuell in Gesprächen mit dem Ersten, "um die Produktion des ARD-Mittagsmagazins im Jahr 2027 abzugeben", so Naumann gegenüber TAG24.
Stattdessen soll der Norddeutsche Rundfunk bereit sein, das "Mittagsmagazin" zu übernehmen.
Am gestrigen Donnerstag war außerdem bekannt geworden, dass der MDR das Format "MDR um 2" wohl zum Jahresende einstampfen muss. Auch hier sind fehlende Budgets ausschlaggebend.
Laut Naumann soll "MDR um 2" ab 2027 nicht mehr als lineares TV-Format weitergeführt werden, sondern in eine reine Streaming-Variante umgewandelt werden. Der Fokus auf regionale Themen aus dem mitteldeutschen Raum soll bestehen bleiben.