Jan Josef Liefers beim Riverboat: So ist er zu seinem Boerne-Bart gekommen

Berlin - Bereits zum 40. Mal wird Jan Josef Liefers (57) am Sonntag als Professor Boerne im "Tatort" zu sehen sein.

Jan Josef Liefers (57) im Gespräch mit "Riverboat"-Moderator Sebastian Fitzek (50). Der Schauspieler war am Freitag zu Gast in der Talkshow.
Jan Josef Liefers (57) im Gespräch mit "Riverboat"-Moderator Sebastian Fitzek (50). Der Schauspieler war am Freitag zu Gast in der Talkshow.  © Claudius Pflug

Es ist die Rolle, die ihn berühmt machte und mit der ihn heute so viele Menschen in Deutschland verbinden.

"Es haben sich auch schon Leute gestritten, ob jetzt Professor oder Doktor richtig ist, wenn sie mich ansprechen", erklärte Liefers am Freitag zu Gast im "Riverboat". Tatsächlich sei Professor die richtige Ansprache, wie er und Moderator Sebastian Fitzek (50) schließlich herausfinden. "Ich hab' aber von den akademischen Rängen auch nicht so viel Ahnung", so der Schauspieler.

Mit der Figur, mit der er mittlerweile in die TV-Geschichte einging, habe er sich zunächst allerdings gar nicht in diesem Ausmaß identifizieren wollen.

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"Man weiß natürlich nie, was passiert, aber auch der - ich sag' mal - 'unbeliebteste Tatort' wird immer noch Millionen-mal geschaut", erklärt Liefers. "Ich spiele ja auch gerne andere Rollen und da dachte ich: 'Du musst aufpassen, dass du dann nicht komplett verwechselt wirst."

Jan Josef Liefers über das Phänomen "Tatort": "Ich finde das großartig"

Liefers alias Prof. Karl-Friedrich Börne zusammen mit Ermittler Frank Thiel (Axel Prahl, 61) in einer Szene des neuen "Tatorts" aus Münster. "Des Teufels langer Atem" wird am Sonntag, 16. Januar, um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.
Liefers alias Prof. Karl-Friedrich Börne zusammen mit Ermittler Frank Thiel (Axel Prahl, 61) in einer Szene des neuen "Tatorts" aus Münster. "Des Teufels langer Atem" wird am Sonntag, 16. Januar, um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.  © Thomas Kost/Molina Film/WDR Kommunikation/Redaktion Bild/dpa

Die Lösung dafür: der Boerne-Bart. "Das war tatsächlich auch eine Idee von mir."

Und nicht nur das, der komplette Boerne-Look sei in Liefers Verstand geboren. "Ich hab mir den Bart und die Brille, den Anzug und den Schlips ausgedacht, weil ich privat fast nie so anzutreffen bin."

Diese Idee habe lange Zeit Erfolg gehabt, wie sich der Schauspieler heute erinnert. "Als die ersten Münster-'Tatorte' liefen, habe ich noch in Berlin-Tempelhof gelebt, und wir hatten da so ganz viele Tante-Emma-Läden. Und wenn ich da rein bin, dann haben mir die Verkäuferinnen immer von dem Tatort erzählt, den sie gesehen haben. Es hat eine Weile gedauert, bis sie dahinter gekommen sind, dass ich es bin."

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Mittlerweile scheint auch er seinen Frieden mit Prof. Boerne gefunden zu haben und ist sichtlich stolz auf das Phänomen "Tatort". "Für mich das Erstaunlichste ist, dass es das immer noch gibt, dass sich am Sonntag um 20.15 Uhr alle zusammensetzen und der 'Tatort' geguckt wird. Ich finde das großartig."

Titelfoto: Montage: Claudius Pflug + Thomas Kost/Molina Film/WDR Kommunikation/Redaktion Bild/dpa

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