Traumatische Phase als Jugendlicher: Deshalb hat Florian Schroeder immer eine Waage dabei
Leipzig - Am Freitagabend war Autor und Kabarettist Florian Schroeder (46) zu Gast im "Riverboat". Im Gespräch mit Gastgeber Matze Knop (51) ging es dabei auch um eine Phase in der Jugend des Satirikers, die sich bis heute auf sein Verhalten auswirkt.
"Du sagst von dir selbst, du wärst ein dickes Kind gewesen, das kann ich so nicht bestätigen", sagte Knop, nachdem ein Foto eingeblendet wurde, das den jungen, kräftigen Florian Schroeder zeigte.
"Das war auch nicht die schlimmste Phase", gestand der Kabarettist. "Es ging noch weiter aufwärts. Mein Highlight war mit 14 Jahren: 1,83 Meter und 99 Kilogramm. Das war ordentlich und gefühlsmäßig war es auch nicht so schön."
Die Erklärung für das Übergewicht folgte kurz und knapp: "Das Falsche gegessen zur falschen Zeit und davon zu viel", so Schroeder.
Diese Zeit habe jedoch Spuren hinterlassen, so bezeichnet sich der 46-Jährige bis heute als "Waagenknecht": "Man hat, wenn man so eine adipöse Phase hinter sich hat, einen Hau weg. Weil man immer denkt, das holt einen wieder ein. Das können jedoch meist nur die nachvollziehen, die das selbst auch erlebt haben."
Florian Schroeder: "Ich bin ein Waagenknecht"
Um diese Angst unter Kontrolle zu behalten, habe Schroeder sich angewöhnt, immer, sobald er länger auf Tour ist, eine Personenwaage einzupacken.
Matze Knop zeigte sich überrascht: "Du siehst aber nicht so aus, als ob du heute noch Probleme damit hättest."
Doch eben genau darin liege das Paradoxe bezüglich der Angst vor der Gewichtszunahme, erklärte Florian Schoeder: "Eben weil ich die Waage dabei habe, habe ich die Probleme nicht."
Ansonsten sei er jedoch frei von Aberglauben oder anderen Glücksbringern: "Nichts dergleichen. Ich hatte das nie, das ist mir völlig fremd. Ich habe keinen Talismann, gar nichts", so der Kaberettist.
Das komplette Gespräch sowie die vollständige Sendung "Riverboat" vom 6. März seht Ihr jederzeit auf Abruf in der ARD-Mediathek.
Titelfoto: SWR/Bettina Müller

