Von Katzen-Urin und Hunde-Kot: Winfried Glatzeder packt im Riverboat aus

Leipzig - Zwar sorgte er vor allem durch unschöne Kommentare und unhöfliche Zwischenrufe für Aufsehen, hatte aber trotzdem einige lustige Anekdoten aus dem eigenen Leben auf Lager: DEFA-Schauspieler Winfried Glatzeder (76) war am Freitag im Riverboat zu Gast.

Winfried Glatzeder (76) teilt sein Zuhause mit zahlreichen Haustieren.
Winfried Glatzeder (76) teilt sein Zuhause mit zahlreichen Haustieren.  © Screenshot/MDR-Riverboat

Zuerst schwelgte er in Erinnerungen an seinen kürzlich verstorbenen Hund. Der hatte ein langes Leben hinter sich: In Hundejahren hatte er stolze 98 Jahre auf dem Buckel!

"Wir haben ihn bekommen, da war er so groß wie ein Meerschweinchen", erinnert sich der ehemalige Dschungelcamp-Teilnehmer zurück. Die Verabschiedung sei trotz aller Trauer sehr schön gewesen.

Allerdings hatte der Vierbeiner zuletzt auch einige Zeichen von Altersschwäche gezeigt: "Er war inkontinent zum Schluss, da habe ich Windeln gekauft." Doch Winfrieds Hund war mindestens so eigenwillig wie sein Herrchen. Denn: "Die wollte er nicht."

Von pinkelnden Tieren kann der Schauspieler übrigens ein Lied singen: "Wir haben noch eine Katze, die mein Sohn mal bei uns abgeben hat, die pisst immer an die Türen, weil sie meinen Geruch nicht mag". Man will sich kaum die Zustände im Glatzeder-Haushalt vorstellen!

"Wir haben ein Chaos-Zuhause", bestätigt der 76-Jährige lachend. Seine Frau habe zusätzlich zu den vorherrschenden Tier-Sorgen nun auch noch eine Krähe zutraulich gemacht. Die klaue ihnen regelmäßig den Bierschinken vom Teller.

Bei all dieser Aufregung will er sich erstmal keinen Nachfolger-Hund zulegen. Der Grund: "Ich bin ein bisschen froh, dass ich jetzt nicht mehr die Kacke aufsammeln muss".

Das Geheimnis um Winfrieds Nasenscheidewand

Kim Fisher (52) war besonders an Winfrieds fehlender Nasenscheidewand interessiert.
Kim Fisher (52) war besonders an Winfrieds fehlender Nasenscheidewand interessiert.  © Screenshot/MDR-Riverboat

Nach all den skurrilen Tier-Geschichten brannte Moderatorin Kim Fisher (52) eine ganz andere Frage auf der Seele: "Stimmt es, dass du keine Nasenscheidewand mehr hast?"

"Ja. Weil ich von frühester Kindheit an Theater begeistert war", bestätigt Winfried ohne jedes Zögern.

Als Student hatte er sich damals eine billige Karte im dritten Rang eines Theaterstücks gekauft. Doch er wollte sich mit dem schlechten Platz nicht zufrieden geben und hielt nach einem freien Sitz Ausschau. Tatsächlich wurde er fündig.

"In der Pause, wo alle raus sind, bin ich schnell runtergerannt und habe mich dahin gesetzt", berichtet Winfried weiter. Er hatte jedoch nicht mit einem Mann gerechnet, der plötzlich vor ihm stand mit den Worten: "Das ist mein Platz."

Eine Karte hatte er nicht vorzuweisen, auch er hatte sich den Sitz einfach willkürlich ausgesucht. Mit der Drohung "Wir treffen uns nach der Vorstellung" verabschiedete er sich dann.

Und er ließ auf seine Worte leider auch Taten folgen, wie Winfried erzählte: "Nach der Vorstellung kam der auf mich zu und schlug mir mitten ins Gesicht. Ich kam ins Krankenhaus, und die Operateurin sagte, als ich aus dem Saal rausgefahren wurde: 'Oh, das ist mir aber misslungen!' und strich mir dabei über den Nasenrücken."

Ein Spahn aus dem Schienbein hätte das Problem gelöst und seine Nasenscheidewand ersetzen können. Doch diese fehlt dem Schauspieler bis heute. Denn: "Das habe ich nie machen lassen, weil ich ein Schisser und ein unglaublicher Hypochonder bin."

Titelfoto: Screenshot/MDR-Riverboat

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