Sebastian Pufpaff rechnet ab: Übler "TV total"-Zoff mit Vorgänger Stefan Raab
Köln - Im Jahr 2021 kehrte "TV total" nach sechsjähriger Pause ins ProSieben-Programm zurück - ohne Stefan Raab (59). Für ihn übernahm Sebastian Pufpaff (49). Von Harmonie geprägt war das Verhältnis der beiden Männer aber nicht!
Im Podcast "Zwischen den Zeilen" offenbarte Gastgeberin Bettina Böttinger (69), dass es ihr gar nicht gefallen habe, als sie hörte, dass "Menschenfreund" Pufpaff in die Fußstapfen des Rabinators treten würde. "Oh Gott, was tut er sich da an?", habe sie damals nur gedacht.
Der Grund: Stefans Humor sei "nicht nur derb", sondern auch "oft mit Häme garniert" gewesen. Genau auf dieser Basis wollte Pufpaff die Sendung aber nicht weiterführen. Dies habe er bei den Diskussionen um die Neuausrichtung des Formats auch sehr deutlich kommuniziert.
"Derjenige, der für diese Sendung stand, hatte damals ein klares Bild gehabt, wie diese Sendung wieder aus der Asche empor steigen sollte", berichtete der Comedian, ohne einen Namen zu nennen. Bis 2023 agierte Raab allerdings noch als Produzent im Hintergrund.
Vielsagend fügte der Kabarettist hinzu: "Da haben wir beide komplett andere Ansätze - gerade auch, was den Humanismus anbelangt." In der gemeinsamen Zeit seien die beiden deshalb "extrem oft auch aneinandergerasselt!"
Er sei der klaren Meinung gewesen, dass "TV total" nach der Pause "eine Auffrischung verdient hatte". Die Gegenseite sah das nicht so. Das Alte einfach zu kopieren, sei für Pufpaff jedoch nicht infrage gekommen: "Das wollte ich nicht!"
Mit dem Abgang von Stefan Raab zu RTL wurde es schlagartig besser
Das konkurrierende Denken machte dem 49-Jährigen zu Beginn schwer zu schaffen. Gegenüber Böttinger offenbarte er, dass auch seine Frau bemerkt habe, was das Ganze mit ihm macht. Irgendwann habe sie ihm klar gesagt: "Hör auf! Ist es das wert?"
Besser wurde es erst mit Raabs Abgang zu RTL. "Seitdem wir uns darauf geeinigt haben, dass wir für unterschiedliche Teams spielen, […] seitdem läuft es sehr, sehr gut", merkte Pufpaff an und resümierte: "Wir haben unterschiedliche Ansichten."
Auch Böttingers Zweifel lösten sich nach den ersten Ausgaben schnell in Luft auf: "Dann guckst du diese Sendung und du merkst, da ist jemand, der macht das ganz anders, der macht Witze auf eigene Kosten. Und daran merkt man auch, dass du Menschen magst", so die Moderatorin.
Dies konnte Pufpaff nur bestätigen. "Das ist extrem wichtig", findet der Entertainer: "Am allerwichtigsten ist es aber, dass man ein Interesse daran hat, zuzuhören. Weil nur dann funktioniert Comedy." Inzwischen moderiert er "TV total" im fünften Jahr.
Titelfoto: Bildmontage: Sven Hoppe/dpa, Henning Kaiser/dpa

