Köln - 4 Uhr morgens: Elara Schmidtke (Katharina Schüttler, 46) konnte die Nacht kaum schlafen, hat panische Angst und versucht verzweifelt, ihren Bruder zu erreichen. Dann wird sie im "Tatort - Die letzten Menschen von Köln" von einem schwarzen Transporter abgeholt. Am heutigen Sonntag ab 20.15 Uhr zeigt sich im Ersten, wo sie hingebracht wird und warum.
In einem Park wird die Leiche von Linus Makris (Bastian von Bömches, 40) gefunden - kaltblütig mit einem Jagdmesser ermordet.
Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, 66) und Freddy Schenk (Dietmar Bär, 65) versuchen seine Schwester zu finden. Doch Schmidtke ist wie vom Erdboden verschluckt.
Ihr Handy ist nicht aufspürbar. Auch ihre Cousine Birgit Heitkamp (Ann-Kathrin Kramer, 60), die plötzlich vor der Wohnung des Toten auftaucht, weiß nicht, wo sie sein könnte. Aber offenbar scheint beim letzten Familientreffen etwas vorgefallen zu sein.
Eine Spur führt schließlich zu einem Prepper-Workshop, der von dem Überlebenstrainer Moritz Zechmann (Florian Stetter, 49) geleitet wird.
Dort kämpft Schmidtke dann wirklich ums Überleben, weil sie im wahrsten Sinne ein Geheimnis ans Tageslicht bringen will.
Lohnt sich das Einschalten beim neuen Kölner "Tatort"?
Durchaus. Von Beginn an fesselt dieser Krimi die Zuschauer am Bildschirm.
Das liegt in erster Linie an den überzeugenden Episoden-Nebenrollen. Weil jede einzelne Figur so gut besetzt ist, lässt sich bis zum Ende auch nicht erahnen, wer der Mörder ist. Jeder ist verdächtig.
Dem Autoren-Duo Eva (66) und Volker A. Zahn (64) gelingt es immer wieder, markante Schauplätze in Köln mit spannenden Geschichten zu verknüpfen, wie den Kölner Fernsehturm in "Colonius" (2025), ein Großbordell in "Siebte Etage" (2024) oder ein Braunkohlerevier in "Abbruchkante" (2023).
Dieses Mal steht der ehemalige Zivilschutzbunker in Köln-Kalk im Mittelpunkt. "Es war sehr beklemmend, sehr kalt und dunkel. Ein Atomschutzbunker aus dem Kalten Krieg, mit Platz für mehr als 2.000 Menschen. Die Nahrungsmittel und das Wasser hätten für 14 Tage gereicht. Und dann? Ehrlich gesagt will ich gar nicht in so einem Teil landen", sagt Klaus J. Behrendt gegenüber dem WDR.
Nachvollziehbar - so oder so geht es am Ende nur ums Überleben.