Dieser "Tatort" aus Dortmund wird für alle zur Belastungsprobe

Dortmund - Er wollte allzeit bereit sein, auf Reisen zu gehen, hatte eine gepackte Reisetasche, mehrere Pässe und zur Sicherheit ein paar Waffen. Doch flüchten kann der Mann mit den verschiedenen Identitäten vor seinem Mörder nicht. Er wird erschossen. Im "Tatort: Schmerz", der am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten läuft, wird aus einem einzelnen Mord ein komplexes Rätsel.

Ira Klasnić (Alessija Lause, 45) wird von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Ira Klasnić (Alessija Lause, 45) wird von ihrer Vergangenheit eingeholt.  © WDR/Thomas Kost

Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger, 38) und Peter Faber (Jörg Hartmann, 56) müssen zunächst die Identität des Toten klären. Helfen könnte dabei eine Zeugin, die bis kurz vor der Tat beim Opfer war.

Die Kommissare finden die Frau namens Maria Novak (Lorena Jurić, 27) in einem Bordell. Die junge Bosnierin liefert wichtige Informationen, wirkt allerdings eingeschüchtert.

Um ihr Schutz zu gewähren, findet sie Unterschlupf bei Ira Klasnić (Alessija Lause, 45). Für die Leiterin der Dortmunder Mordkommission wird der Fall zur persönlichen Belastungsprobe.

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Denn im Zuge der Ermittlungen wird sie mit ihrer eigenen traumatischen Vergangenheit konfrontiert.

Lohnt sich das Einschalten beim Dortmunder "Tatort"?

Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger, 38) und Peter Faber (Jörg Hartmann, 56) werden in ihrem letzten gemeinsamen Fall zu Freunden.
Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger, 38) und Peter Faber (Jörg Hartmann, 56) werden in ihrem letzten gemeinsamen Fall zu Freunden.  © WDR/Thomas Kost

Ja, aber es ist Durchhaltevermögen notwendig. Anfangs wirft der Fall viele Fragen auf.

Rosa Herzog ist komplett von der Rolle. "Rosa befindet sich seit dem Weggang von Pawlak und spätestens seit dem Tod von Haller und ihrem Undercover-Aufenthalt im Frauenhaus in einem emotionalen Ausnahmezustand. Das alles ist nicht spurlos an ihr vorübergegangen", erklärt Reinsperger im WDR-Interview.

Rückhalt gibt ihr in dieser Zeit Faber, auf den sie sich blind verlassen kann. "Je mehr den beiden passiert ist, desto näher sind sie zusammengerückt und haben immer eine große Achtung vor der Arbeit des anderen gehabt", so die Schauspielerin. "Faber ist Rosas einziger Freund! Der Einzige, der bleibt!"

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Zum Ende hin wird auch klar, warum dieser "Tatort" den Titel "Schmerz" trägt. Denn es kommt zu einem unerwartet schmerzlichen Abschied von Rosa Herzog. "Herrn Faber wird Frau Herzog fehlen, da die beiden sich zu einem guten Ermittler-Duo entwickelt haben. Leider hört die Party aber oft im besten Moment auf", resümiert Jörg Hartmann.

Und ein Rat zum Schluss: Weil Rückblenden in diesem Film rar sind, empfiehlt es sich, den früheren "Tatort: Abstellgleis" noch einmal anzusehen oder zumindest eine Inhaltszusammenfassung davon zu lesen.

Denn vergangene Ereignisse spielen dieses Mal eine wichtige Rolle.

Titelfoto: WDR/Thomas Kost

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