Dresden - Ganz so herrlich frühlingshaft wie in den vergangenen Tagen wird es am Wochenende nicht. Wer dem Frühlings-Tief mit TV-Konsum entgegenwirken möchte, findet hier ein paar Anregungen, was im Fernsehen läuft.
Pflichttermin
Hinter jedem großen Mann steht eine Frau, die ihm eigentlich zum Nobelpreis verhilft. Genau darum geht es in Die Frau des Nobelpreisträgers (2019). Glenn Close spielt Joan, die jahrzehntelang ihren Mann unterstützt, bis eine Reise nach Stockholm alles ins Wanken bringt. Ein kluges, bitteres Drama über Ehe, Ego und die Frage, wem Ruhm eigentlich wirklich gehört. Stark gespielt und absolut sehenswert.
18.45 Uhr, One
Geheimtipp
Der Vesuv brodelt, die Menschen feiern noch und wir wissen längst, dass es gleich vorbei ist. Pompeji, Geschichte einer Katastrophe (2024) rekonstruiert eindrucksvoll die letzten Stunden der römischen Stadt. Archäologen, Animationen und Augenzeugenberichte aus der Antike zeigen, wie plötzlich der Alltag in eine der berühmtesten Tragödien der Geschichte kippte. Spannend, klug erzählt und erstaunlich bewegend.
ab 14.35 Uhr, arte
Bloß nicht!
Stefan Raab war einst der König des deutschen Showfernsehens. Doch seit seinem RTL-Comeback wirkt es, als teste er einfach jede Woche eine neue Idee. Kaum ist eine Sendung gestartet, ist sie schon wieder verschwunden. Wer weiß wie wann was war? - Die Show der Generationen ist nun der nächste Versuch, an alte Erfolge anzuknüpfen. Ehrlich gesagt: Ich komme gar nicht mehr hinterher und einschalten möchte ich hier auch nicht.
20.15 Uhr, RTL
Streaming
When They See Us (2019) ist keine leichte Serie, aber eine wichtige. Die Miniserie erzählt die wahre Geschichte der "Central Park Five", fünf Jugendliche, die Ende der 80er-Jahre zu Unrecht wegen einer brutalen Tat verurteilt wurden. Was folgt, ist ein erschütterndes Porträt von Rassismus, Justizversagen und zerstörten Leben. Hart anzusehen, aber brillant gespielt und lange nachwirkend.
Netflix
Viel Spaß beim Einschalten!