Wo ist der "alte weiße Mann"? "ttt" mit neuer Moderatorin!

Von Björn Strauss

Köln - Er passt wie kein anderer zum ARD-Kultur-Magazin "ttt": Max Moor (62). Wie das Erste am Donnerstag bekannt gab, wird er "ersetzt" - und zwar "mindestens" einmal im Monat. Die "Maus"-Journalistin Siham El-Maimouni (36) macht's für ihn!

Am Sonntag, 25. April 2021, moderiert Siham El-Maimouni (36) erstmals "ttt – titel thesen temperamente“.
Am Sonntag, 25. April 2021, moderiert Siham El-Maimouni (36) erstmals "ttt – titel thesen temperamente“.  © WDR/Lena Heckl

Die Themen am kommenden Sonntag sind spannend: Es geht um einen Roadtrip mit "Haftbefehl"- der Rap-Superstar spricht über Kindheit, Kokain und seine Heimat Offenbach. Außerdem geht's um das Thema "Stadt" und wem diese gehört. Und um "Rausch", die Tragikomödie über ein zunächst beflügelndes Experiment.

Hauptthema aber ist das "Gendern" samt dem dazugehörigen *Sternchen...

Eine Meldung aber lässt aufhorchen: "Am 25. April 2021 moderiert Siham El-Maimouni zum ersten Mal 'ttt – titel thesen temperamente'. Künftig wird sie im Wechsel mit Max Moor einmal im Monat durch das Kulturmagazin im Ersten führen", so der Sender.

Bekanntheit erlangte sie vor allem als Reporterin für WDR/ARD-Formate "Die Sendung mit der Maus" und die Samstagabendshow "Frag doch mal die Maus". El-Maimouni kennt sich mit Kulturformaten aus: Seit fünf Jahren moderiert die preisgekrönte Journalistin und Moderatorin das Kulturmagazin "Westart" im WDR Fernsehen.

Von Gender*sternchen, alten weißen Männern und Cancel Culture

Max Moor macht einmal im Monat Platz für eine weibliche Unterstützung. Ab April 2021 wird Siham El-Maimouni im Wechsel mit Max Moor (62) einmal im Monat durch das Kulturmagazin im Ersten führen.
Max Moor macht einmal im Monat Platz für eine weibliche Unterstützung. Ab April 2021 wird Siham El-Maimouni im Wechsel mit Max Moor (62) einmal im Monat durch das Kulturmagazin im Ersten führen.  © rbb/Claudius Pflug

Hauptthema am Sonntag: "ttt" über die Debatte zur Identitätspolitik.

Kaum eine gesellschaftliche Debatte in den vergangenen Jahren sei "so hart, so unerbittlich geführt" wie die um die sogenannte "Identitätspolitik". Auf der einen Seite stünden radikale Verteidiger der "Political Correctness", die die deutsche Sprache verändern, ihre Gegner niederbrüllen oder mit Shitstorms zum Schweigen bringen wollen.

"Auf der anderen Seite: alte weiße Männer, ewig-gestrige Nostalgiker einer vergangenen BRD, die in jedem Gender*sternchen ein Zeichen für den Untergang des Abendlandes sehen und um ihre Privilegien als alte, als weiße, als Männer fürchten", beschreibt es das Erste.

Worum geht's bei dem Streit um die Identitätspolitik? Und ist er vielleicht doch wichtig und muss gerade deshalb anders geführt werden? Antworten auf diese Fragen gibt die "Neue"...

TV-Tipp: Am Sonntag läuft erstmals "ttt" mit Siham El-Maimouni um 23 Uhr im Ersten.

Titelfoto: WDR/Lena Heckl

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