Wrestling, Wikinger, blinde Kicker: Comedians besuchen Vereine und schreiben Stand-up-Show

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München - Das Spaß-Format "Comedy auf Bestellung" bezeichnet der Haussender als "das wohl witzigste 'Serviceangebot' im BR Fernsehen". Der Name erklärt das Prinzip: Vereine "bestellen" sich einen Comedian. Der wird als Gast-Mitglied in das Geschehen eingeweiht, um dann daraus eine Show zu basteln. Wie muss man sich das vorstellen?

Hat am wenigsten Durchblick: Michael Mittermeier (60, l.) versucht sich bei der Blindenfußball-Abteilung des FC Ingolstadt 04.
Hat am wenigsten Durchblick: Michael Mittermeier (60, l.) versucht sich bei der Blindenfußball-Abteilung des FC Ingolstadt 04.  © BR/SEO Entertainment

In der ersten Folge zum Beispiel besucht Stand-up-Urgestein Michael Mittermeier (60) die Blindenfußball-Abteilung des FC Ingolstadt 04.

Und er steigt auch gleich gewohnt humorvoll in das Gespräch mit den Spielern ein: "Das Klischee beim Fußball ist ja, dass die Schiris immer blind sind."

Spieler Tom nimmt die Steilvorlage auf: "Ja, das sind unsere schon auch ab und zu." Obwohl deren Augenlicht natürlich völlig in Ordnung sei.

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Neben Michael Mittermeier sind auch Lisa Feller (49), Maxi Gstettenbauer (37) und Simon Pearce (44) in insgesamt vier Folgen im Einsatz.

Die Humoristen sollen aber nicht nur eine Runde beim jeweiligen Verein mitspielen.

Die Herausforderung liegt darin, die Abläufe, Spieler, das Mindset und den Verein kennenzulernen, um am Ende ein auf sie zugeschnittenes Stand-up-Programm schreiben zu können.

Voller Einsatz bei der "Erding Wrestling Show": Simon Pearce (44) steigt als "Brez'nbomber" in den Ring, um danach dem Trainer und seinen Mitstreitern ein Stand-up zu bieten.
Voller Einsatz bei der "Erding Wrestling Show": Simon Pearce (44) steigt als "Brez'nbomber" in den Ring, um danach dem Trainer und seinen Mitstreitern ein Stand-up zu bieten.  © BR/SEO Entertainment

Comedians im Einsatz bei Kneipenchor und "Odins Hörner"

Zurück in seiner niederbayerischen Heimat: Wahl-Kölner Maxi Gstettenbauer (37, M.) besucht den Wikinger-Verein "Odins Hörner" im Landkreis Rottal-Inn.
Zurück in seiner niederbayerischen Heimat: Wahl-Kölner Maxi Gstettenbauer (37, M.) besucht den Wikinger-Verein "Odins Hörner" im Landkreis Rottal-Inn.  © BR/SEO Entertainment

Mittermeier versucht, einen Nachmittag lang die Abläufe kennenzulernen - und verzweifelt dabei. Oder lässt wegen seiner vorsichtigen und langsamen Art andere verzweifeln ("Hey, Michael! Wir haben kein Tempolimit auf dem Platz!").

Während die blinden Spieler ohne Rücksicht auf Verluste dribbeln und in den Zweikampf gehen, sucht er verzweifelt den Ball, der hinter ihm liegt.

Später muss Mittermeier sein Stand-up vor den Mitgliedern aufführen.

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"Wie der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg, um bei der Augsburger Puppenkiste Fußball zu spielen", resümierte er seine Bewegungen nach der Sichtung der Videos. Sehr zur Unterhaltung der Zuschauer - und Zuhörer.

Auch seine Kollegen stehen vor vergleichbaren Herausforderungen. Unter anderem reisen die Komiker zum Kneipenchor "Männersache Bamberg", zur Wasserwacht Füssen oder dem Wikinger-Verein "Odins Hörner".

Ab 17. April, immer freitags um 22 Uhr, läuft "Comedy auf Bestellung" im BR Fernsehen. Alle Folgen gibt es bereits ab 13. April in der ARD-Mediathek. Und vielleicht ist der Weg zum Stand-up hin am Ende sogar der lustigste Teil der Show.

Titelfoto: Montage: BR/SEO Entertainment (3)

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