Aus Protest: Hausärzte streichen Plätze im Wartezimmer

Von Oliver Schmale

Stuttgart - Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Baden-Württemberg macht mit einer Protestkampagne mobil gegen die Sparpläne der schwarz-roten Bundesregierung bei den Gesundheitsausgaben.

Laut Verband sollen Hausarztpraxen jeden zweiten Platz im Wartezimmer streichen. (Symbolfoto)  © Stephan Jansen/dpa

Der Verband ruft seine Mitglieder auf, in der ganzen kommenden Woche die Wartezimmerplätze zu reduzieren, wie die Co-Landesvorsitzende Susanne Bublitz in Stuttgart mitteilte.

"Wir fordern alle Praxen im Land auf, jeden zweiten Platz im Wartezimmer zu sperren, als sichtbares Zeichen für die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung vor Ort." Die Protestaktion im Südwesten ist Teil einer bundesweiten Kampagne.

Der Verband moniert besonders die nach seinen Angaben im Gesetzentwurf enthaltene sogenannte Fixkostendegression für die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV): Praxen, die neue Patientinnen und Patienten in die HZV einschreiben, sollen dafür finanzielle Abschläge erhalten.

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Wer mehr Menschen koordiniert versorgte, werde dafür bestraft. Der Verband mit etwa 4600 Mitgliedern im Südwesten warnte vor einer schlechteren Versorgung der Patienten.

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Der Verband plant außerdem eine E-Mail Aktion, bei der Patientinnen und Patienten sich an ihre jeweiligen Bundestagsabgeordneten wenden können. Dafür sollen die knapp 50.000 Hausarztpraxen in Deutschland Plakate und Informationsmaterial zugeschickt bekommen.

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