BW-Wahl: Großteil der Wahlkreise ausgezählt - Grüne nur 0,6 Prozentpunkte vorn

Stuttgart - Die Wahllokale sind geschlossen. Baden-Württemberg hat gewählt.

Wer gewinnt die Landtagswahl in Baden-Württemberg am Sonntag?
Wer gewinnt die Landtagswahl in Baden-Württemberg am Sonntag?

Nach den ersten Hochrechnungen liegen die Grünen mit 30,3 Prozent knapp vor der CDU (29,7 Prozent).

Die AfD (18,7 Prozent) kann ihr Ergebnis voraussichtlich deutlich verbessern. Die SPD (5,5 Prozent) steuert demnach auf ihr schlechtestes Ergebnis im "Ländle" zu. Linke und FDP (beide 4,5 Prozent) verpassen wohl den Einzug in den neuen Landtag.

Am Abend war ein Großteil der Wahlkreise bereits ausgezählt, ein vorläufiges Endergebnis lag aber noch nicht vor.

Frohnmaier weist alle Vorwürfe zur AfD-Vetternwirtschaft zurück
Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 Frohnmaier weist alle Vorwürfe zur AfD-Vetternwirtschaft zurück

Alle Informationen rund um die Landtagswahl in Baden-Württemberg findet Ihr hier im TAG24-Liveticker.

8. März, 22.29 Uhr: 64 Wahlkreise ausgezählt

Von insgesamt 70 Wahlkreisen waren am Abend (Stand 22.29) nach Angaben des SWR bereits 64 ausgezählt.

Ein vorläufiges Wahlergebnis lag noch nicht vor.

8. März, 22.28 Uhr: AfD holt Direktmandat in Mannheim

Die AfD hat im Wahlkreis Mannheim I das Direktmandat erzielt.

Bernhard Pepperl erhielt 22,3 Prozent der Erststimmen, wie auf der Internetseite des Statistischen Landesamts nach Auszählung aller Gebiete zu sehen war. Knapp dahinter landete mit 21,7 Prozent der Stimmen Lennart Christ von der CDU. Beim Zweitstimmenergebnis landete die AfD in dem Wahlkreis mit 21,7 Prozent allerdings deutlich hinter den Grünen mit 27,6 Prozent. Die CDU kommt den Daten zufolge auf einen Anteil von 20,0 Prozent.

8. März, 22 Uhr: Großteil der Wahlkreise ausgezählt

Nach Angaben des SWR sind inzwischen 52 von 70 Wahlkreisen ausgezählt.

Laut neuester Hochrechnung (Stand 21.48 Uhr) liegen die Grünen mit 30,3 Prozent hauchzart vor der CDU (29,7 Prozent). Die AfD folgt mit 18,7 Prozent. Die SPD würde mit 5,5 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis im "Ländle" einfahren. Linke und FDP (beide 4,4 Prozent) wären nicht im Landtag vertreten.

8. März, 21.51 Uhr: Strack-Zimmermann kritisiert FDP-Spitze nach Wahldebakel

Nach dem FDP-Debakel bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gerät die Parteispitze in Berlin unter Druck.

"Wir müssen uns ehrlich eingestehen, dass von der Bundespolitik zu wenig Rückenwind kam", heißt es in einer Erklärung von FDP-Präsidiumsmitglied Marie-Agnes Strack-Zimmermann (67).

Ohne die Namen von Parteichef Christian Dürr (48) und Generalsekretärin Nicole Büttner (41) zu nennen, schrieb sie weiter: "Jetzt heißt es Butter bei die Fische. Dazu gehört das Selbstverständnis, Verantwortung für Wahlergebnisse zu übernehmen." Eine klare Rücktrittsforderung an die Parteiführung enthielt die Stellungnahme aber nicht.

FDP-Präsidiumsmitglied Marie-Agnes Strack-Zimmermann (67).
FDP-Präsidiumsmitglied Marie-Agnes Strack-Zimmermann (67).  © Sven Hoppe/dpa

8. März, 21.45 Uhr: Grüne Jugend kritisiert Özdemir

Trotz des Erfolgs der Grünen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg erntet Spitzenkandidat Cem Özdemir (60) vom Partei-Nachwuchs Kritik.

"Wichtiger als ein gutes Ergebnis für die Partei ist am Ende auch gute Politik für die Menschen in Baden Württemberg. Nach den letzten Wochen mit Cem Özdemir bin ich mir nicht sicher, ob das automatisch das Gleiche heißt", sagte der Co-Vorsitzende der Grünen Jugend, Luis Bobga (23), dem Sender RTL/n-tv.

8. März, 21.39 Uhr: Cem Özdemir dämpft Erwartungen

Noch vor möglichen Koalitionsgesprächen mit der CDU in Baden-Württemberg hat der Spitzenkandidat der Grünen, Cem Özdemir (60), die Erwartungen an den finanziellen Spielraum im Land gedämpft.

"Natürlich wird es jetzt erstmal auch eine Betrachtung der Haushaltslage geben müssen", sagte Özdemir, dessen Partei am Abend bei der Landtagswahl nach den Hochrechnungen knapp vor der CDU lag.

"Am Ende des Tages sind wir nicht in Berlin", sagte Özdemir in einer Pressekonferenz nach der Wahl. "Wir haben keinen Dukatenesel. Bei uns konnte man Mathematik nicht abwählen an der Schule. Und die Sachen müssen halt solide finanziert sein."

Cem Özdemir (60) und seine Grünen liegen in den Horchrechnungen knapp vor der CDU.
Cem Özdemir (60) und seine Grünen liegen in den Horchrechnungen knapp vor der CDU.  © Marijan Murat/dpa

8. März, 21.01 Uhr: Özdemir will alles tun, "dass AfD schwächer wird"

Der Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir (60) sieht im Abschneiden seiner Partei bei der baden-württembergischen Landtagswahl auch einen deutlichen Auftrag, die AfD als mit Abstand stärkste künftige Oppositionspartei im Landtag zu bekämpfen.

"Was die AfD angeht, ist für mich völlig klar: Der Auftrag des Regierens ist, alles dafür zu tun, dass die AfD beim nächsten Mal schwächer ist", sagte er.

8. März, 21 Uhr: Hagel sieht Regierungsauftrag bei den Grünen

Der Auftrag zur Regierungsbildung in Baden-Württemberg liegt nach den Worten von CDU-Landeschef Manuel Hagel (37) bei den Grünen und deren Spitzenkandidat Cem Özdemir (60).

"Als CDU Baden-Württemberg haben nicht wir den Regierungsbildungsauftrag. Der Regierungsbildungsauftrag liegt bei Herrn Özdemir", sagte Hagel am Abend in der ARD. Hagel gratulierte den Grünen zu einem "starken Ergebnis". "Auch ihnen ganz persönlich", fügte der CDU-Spitzenkandidat mit Blick auf den neben ihm stehenden Özdemir hinzu. Dieser bedankte sich dafür.

8. März, 20.59 Uhr: Rennen zwischen Grünen und CDU weiter eng

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg liefern sich Grüne und CDU ein knappes Rennen um Platz eins – mit einem hauchdünnen Vorsprung für die Grünen.

Das geht aus Hochrechnungen von ARD und ZDF hervor. Den Hochrechnungen zufolge kommen die Grünen auf 30,3 Prozent (2021: 32,6 Prozent), die CDU liegt mit 29,7 Prozent knapp dahinter (24,1). Die AfD erhält 18,7 bis 18,8 Prozent (9,7). Mit großem Abstand folgt die SPD mit 5,5 bis 5,6 Prozent (11,0). Die FDP kommt auf 4,4 Prozent (10,5), die Linke auf 4,3 bis 4,4 Prozent (3,6).

Kämpfen um das Amt des Ministerpräsidenten: Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir (60,l.) und Manuel Hagel (37) von der CDU.
Kämpfen um das Amt des Ministerpräsidenten: Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir (60,l.) und Manuel Hagel (37) von der CDU.  © Marijan Murat/dpa

8. März, 20.14 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Hagel lehnt AfD-Angebot zu Bündnis ab

CDU-Landeschef Manuel Hagel (37) hat ausgeschlossen, sich mit Hilfe der AfD zum Regierungschef in Baden-Württemberg küren zu lassen.

"Für mich ist kein Amt der Welt so wichtig, dass ich mich mit Stimmen der AfD dort hineinwählen lasse", sagte der CDU-Spitzenkandidat im SWR. "Es kommt für mich nicht infrage, dass ich mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt werden würde, auch wenn's die rechnerische Möglichkeit gibt."

Nach Hochrechnungen von ARD und ZDF könnte neben einem Bündnis aus Grünen und CDU auch eines von CDU und AfD eine Mehrheit im Landtag haben. Die AfD dürfte ihr Ergebnis demnach im Vergleich zur Landtagswahl 2021 nahezu verdoppeln.

CDU-Landeschef Manuel Hagel (37) schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD aus.
CDU-Landeschef Manuel Hagel (37) schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD aus.  © Marijan Murat/dpa

8. März, 20.09 Uhr: Grüne punkten mit Kandidat und CDU mit Kompetenz

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben die Grünen nach Einschätzung von Wahlforschern mit dem besseren Kandidaten und die CDU mit ihrer Sachkompetenz gepunktet.

Der Analyse der Forschungsgruppe Wahlen zufolge waren die Grünen bei der Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten klar im Vorteil. Bei der Kompetenz im wichtigsten Thema Wirtschaft lag die CDU aber ebenso vor den Grünen wie beim zweitwichtigsten Thema Bildung und Schule.

SPD und FDP litten nach der Beobachtung der Wahlforscher unter der schwarz-grünen Zuspitzung. Sie hätten aber auch große eigene Defizite gezeigt. Die AfD werde politisch nicht als Alternative wahrgenommen, erklärten sie. Gewählt werde sie nach Ansicht von 62 Prozent der Befragten "als Denkzettel" und nach der Meinung von nur 32 Prozent wegen ihrer politischen Forderungen.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

Mehr zum Thema: