Von Christiane Oelrich
Luzern - Mit säckeweise Konfetti und lauter Blasmusik haben Tausende Fasnächtler am Donnerstag in Luzern die närrischen Tage eingeläutet.
Das Spektakel am Vierwaldstättersee gehört zu den ältesten und bekanntesten Fasnachtsfesten der Schweiz. Die Anfänge reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Wie im vergangenen Jahr feierten nach Polizeischätzung zum Auftakt um 5 Uhr rund 25.000 Menschen mit.
Als Erstes kommt im abgedunkelten Luzern ohne Straßenbeleuchtung immer die sagenumwobene Gestalt Bruder Fritschi auf einem Boot über den See gefahren. Kurz vor dem Anlegen ertönt ein lauter Knall, der "Urknall" – die Menge bricht in Jubel aus und die Blasmusikkapellen legen los. Tausende Musiker und andere Mitglieder der Fasnachtsvereine bevölkern in bunten Fantasiekostümen die Stadt.
Wichtiger Bestandteil der Fasnacht ist der "Fötzeliräge" (Schnipselregen). Das sind bunte Papierschnipsel, die aus riesigen, aufgehängten Ballons auf die ausgelassene Menge niedergehen.
Bruder Fritschi gilt als imaginäres Oberhaupt der ältesten Zunft Luzerns, der Zunft zu Safran. Vorbild soll der Heilige Fridolin gewesen sein. Er spielt eine Rolle, weil die Eidgenossen mit Luzerner Landsknechten am Fridolinstag 1446 die Österreicher besiegten.
Gefeiert wird unter anderem mit großen Umzügen durch die Stadt bis Aschermittwoch. In Basel beginnen dann erst die Vorbereitungen: Dort beginnt die Fasnacht traditionell am Montag nach Aschermittwoch.