Bei Sorgen und Nöten: Neue bayerische Kinderschutz-Hotline
Von Christoph Trost und Marco Hadem
München - Ärger mit Eltern oder Freunden, Stress in der Schule, Mobbing oder gar Gewalt oder Missbrauch: Für Kinder und Jugendliche in Not gibt es in Bayern künftig ein weiteres Hilfsangebot: eine neue Kinderschutz-Hotline.
Unter der gebührenfreien Nummer 08008888004 können sich Kinder und Jugendliche melden - und erreichen dort speziell geschulte Fachkräfte, die sie an Jugendämter oder Beratungsstellen weitervermitteln können.
Das Angebot ist von Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr, am Freitag von 9 bis 12 Uhr und mittwochs zusätzlich von 18 bis 20 Uhr erreichbar.
"Kinder und Jugendliche, die von körperlicher Gewalt, Missbrauch, Mobbing, Cybergrooming oder jeglicher Form von Gewalt bedroht oder betroffen sind, benötigen einen schnellen, niederschwelligen und unkomplizierten Zugang zu konkreter Unterstützung und Hilfe über eine zentrale Anlaufstelle", erklärte Sozialministerin Ulrike Scharf (58, CSU).
Die Hotline stehe zudem jedem offen, der das Wohl eines Kindes als gefährdet sehe und das Kind schützen wolle. Die neue zentrale Hotline ist beim bayerischen Landesjugendamt angesiedelt.
Es gebe in Bayern bereits eine Vielzahl von Hilfeangeboten für Kinder, Jugendliche und ihre Familien, betont das Ministerium. Die neue Kinderschutz-Hotline sei nun ein weiterer wichtiger Baustein.
Kinder und Jugendliche können weitere Hilfe vor Ort erhalten
Sie richte sich gezielt an Kinder und Jugendliche aus Bayern, die über die Nummer niedrigschwellig und passgenau einen direkten Ansprechpartner und weitere Hilfe vor Ort erhalten können. Dazu zählten etwa die zuständigen Ansprechpartner im Jugendamt oder andere niedrigschwellige Hilfen wie Jugendberatungsstellen. Und dort seien auch lokale Notfallkontakte der bayerischen Jugendämter hinterlegt.
Das gehe über die Leistungen etwa der bundesweiten Hotline "Nummer gegen Kummer" (116 111) hinaus - doch auch dort bekommen Kinder und Jugendliche in Not niedrigschwellig und einfach einen Ansprechpartner für ihre Sorgen.
Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
