Von Christof Rührmair
Nesselwang/München - In Bayern tankt es sich derzeit am günstigsten. Bei Diesel teilt sich der Freistaat diesen Titel (Stand Dienstag, 6.30 Uhr) mit dem Saarland.
Bei Superbenzin der Sorten E5 trägt er ihn alleine, bei E10 teilt Bayern ihn mit Berlin, wie aus Daten des Spritpreiseportals Tankerkönig hervorgeht.
Bei Super E5 war Bayern zum Zeitpunkt der Stichprobe um acht Cent günstiger als Sachsen-Anhalt und Bremen am anderen Ende der Skala.
E10 tankt man in Bayern und Berlin rund sieben Cent günstiger als in Hessen, Bremen und Sachsen-Anhalt.
Bei Diesel sind es ebenfalls sieben Cent - hier zwischen Bayern und Saarland am günstigen Ende der Skala und Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hessen am teuren Ende.
Ebenfalls eher günstig war Diesel in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Benzin ebenfalls in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in Berlin, dem Saarland und Brandenburg.
Ebenfalls eher teuer waren Sachsen, Thüringen und Hessen bei Benzin sowie Sachsen bei Diesel. Je nach Region innerhalb der Länder und je nach Tankstelle und Uhrzeit können die Werte aber stark abweichen.
Benzinpreise im Vergleich: Median statt Durchschnitt
Spritpreisdaten können sich je nach Ermittlungsmethode leicht unterscheiden.
Ein direkter Vergleich der Preise unterschiedlicher Analysen ist daher problematisch. Aussagen über Preisunterschiede innerhalb eines Systems lassen sich damit aber gut tätigen.
Unter anderem nutzt Tankerkönig bei seinem regionalen Vergleich nicht den Durchschnittspreis, sondern den Median. Dieser gibt denjenigen Preis an, der von allen ermittelten Preisen in der Mitte liegt. Dadurch ist er weniger anfällig für einzelne Extremwerte als der Durchschnitt.
Bei der Zahlenreihe 1, 2, 3, 4, 40 wäre beispielsweise der Median 3 - der in der Mitte der Reihe liegende Wert -, der Durchschnitt aber 10 - die Werte aufaddiert und durch die Anzahl der Werte geteilt.