Steuer-Jagd auf Influencer mit KI: 550.000 Euro Nachzahlungen eingetrieben

Von Christof Rührmair

München - Die Überprüfung von Influencern hat Bayern Steuernachzahlungen von 550.000 Euro eingebracht.

Für die Auswertung Tausender Datensätze nutzt das Landesamt für Steuern auch KI. (Symbolbild)  © Bernd Wüstneck/dpa

Sie wurden durch die Auswertung mehrerer Tausend Datensätze fällig, die die Spezialeinheit "eCommerce" beim Bayerischen Landesamt für Steuern beschafft und aufbereitet hat, wie das Finanzministerium mitteilt.

Insgesamt hatte die Spezialeinheit laut Finanzministerium in den Jahren 2024 und 2025 rund 60.000 Datensätze mit einem Umsatzvolumen von 1,4 Milliarden Euro beschafft und je nach Zuständigkeit auf die Bundesländer verteilt.

Etwa 9000 Datensätze mit einem Umsatzvolumen von 211 Millionen blieben dabei in Bayern. Inzwischen ist die Hälfte davon ausgewertet.

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Dabei kam unter anderem KI-gestützte Spezialsoftware zum Einsatz, "um die Aktivitäten von Influencern und anderen Social-Media-Akteuren auf Social-Media-Plattformen zu verfolgen und zu analysieren", wie eine Sprecherin erklärt. 

Ob auch aus der zweiten Hälfte der Datensätze Nachzahlungen zu erwarten sind und wenn ja, in welcher Höhe, ist derzeit offen, heißt es aus dem Ministerium. Man könne die Ergebnisse der ersten Hälfte jedenfalls nicht einfach hochrechnen. 

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Bayerns Finanzminister rät: "Ehrlich sein!"

"Bayern unternimmt erhebliche Anstrengungen, um die korrekte Besteuerung von Influencern und anderen Social-Media-Akteuren sicherzustellen", betont Finanzminister Albert Füracker (58, CSU).

"Wer unternehmerisch tätig ist, muss dafür auch die entsprechenden Steuern bezahlen – das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Unsere Spezialeinheit 'eCommerce' schaut speziell im konstant wachsenden Influencer-Bereich nun genau hin. Ich kann daher nur empfehlen: Ehrlich sein!"

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