Kammerstein - Ein undichter Gefahrgut-Lkw hat einen Großeinsatz von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst an der A6 in Bayern ausgelöst.
Laut Polizeiangaben überprüften Beamte des Schwerverkehrskontrolltrupps am Dienstagmittag routinemäßig einen rumänischen Sattelzug an der Rastanlage Kammersteiner Land Süd südlich von Nürnberg.
Dabei bemerkten die Spezialisten, dass die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert war. Mehrere Behälter eines Gefahrstoffs waren nicht korrekt verschlossen, wodurch bereits eine geringe Menge der Flüssigkeit auf die Ladefläche ausgetreten war.
Deshalb wurde die Feuerwehr alarmiert, die mit einem Großaufgebot anrückte. Auch das THW und der Rettungsdienst eilten zum Einsatzort.
Bei dem ausgetretenen Stoff handelte es sich um ein hochentzündliches Gefahrgut. Die Flüssigkeit dient als Zusatzstoff für die Parfümherstellung. In verdünnter Form ist es ungefährlich.
Die Rettungskräfte bargen die Behälter und verschlossen sie fachgerecht. Anschließend wurden die Ladefläche und der Einsatzort gereinigt. Dann durfte der Lkw-Fahrer seine Fahrt fortsetzen.
Gefahrstoffaustritt an der A6: Muss die Spedition die Einsatzkosten übernehmen?
Allerdings erwarten ihn nun mehrere Anzeigen wegen Verstößen gegen das Gefahrgut-Recht und die Straßenverkehrsordnung.
Zudem prüft die Verkehrspolizeiinspektion Feucht derzeit, inwieweit die betroffene Spedition für die Einsatzkosten herangezogen wird.