Lastwagen-Crash im Schnee: Fahrer in Klinik, Sperrung der A70
Schweinfurt/Gochsheim - Das Sturmtief "Elli" hat auch in Unterfranken für Verkehrschaos und Unfälle gesorgt: Auf der A70 krachte ein Lastwagen gegen eine Mittelleitplanke, vermutlich "aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit", wie ein Polizeisprecher erklärte.
Der verhängnisvolle Crash ereignete sich gegen Mitternacht nahe Gochsheim im Landkreis Schweinfurt, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilte.
Demnach geriet ein Lastwagen zunächst "ins Schleudern und touchierte die Mittelleitplanke". Im Anschluss stand der stark beschädigte Laster quer auf der Fahrbahn und blockierte beide Fahrstreifen der A70 in Richtung Würzburg.
Durch die Wucht des Zusammenstoßes war die Mittelleitplanke zudem auf einer Länge von rund 20 Metern auf die Gegenfahrbahn gedrückt worden. Daher musste auch der linke Fahrstreifen in Richtung Schweinfurt infolge des Crashs gesperrt werden.
Der 59 Jahre alte Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes versorgten den Mann und brachten ihn in ein nahe liegendes Krankenhaus.
Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 85.000 Euro. Die Sperrungen auf der A70 konnten erst gegen 5.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Ermittlungen zu dem Crash dauern an.
Sturm "Elli" in Unterfranken: 25 Zentimeter hoher Schnee auf der A7
Aufgrund massiven Schneefalls kam es in der Nacht zu Freitag auch auf der A7 in Unterfranken zu Verkehrsbehinderungen.
Bei Oberthulba im Landkreis Bad Kissingen hatte sich gegen 3 Uhr eine rund 25 Zentimeter hohe Schneedecke gebildet. Die Autobahn musste deshalb gesperrt werden, bis die Autobahnmeisterei den Schnee geräumt hatte.
Zudem hatten sich etwa 20 Lastwagen festgefahren. Teils mussten sie mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) geborgen werden.
In der unterfränkischen Region Main-Rhön kam es vom Donnerstagabend bis zum Freitagmorgen infolge von Sturm "Elli" ebenfalls zu einer Reihe kleinerer Unfälle und liegengebliebener Autos. Die Polizei sei zu rund 50 Einsätzen ausgerückt, hieß es weiter.
Titelfoto: NEWS5/Ferdinand Merzbach

