Trotz klirrender Kälte: U-Bahnhöfe bleiben nachts für Obdachlose verschlossen

Von Wilhelm Pischke

Berlin - Trotz angekündigter Minustemperaturen wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) aktuell ihre Bahnhöfe nicht als Bleibe für Obdachlose öffnen.

Der Winter ist für viele Obdachlose, insbesondere wegen der Kälte eine Herausforderung. (Archivbild)
Der Winter ist für viele Obdachlose, insbesondere wegen der Kälte eine Herausforderung. (Archivbild)  © Paul Zinken/dpa

"Aus Sicherheitsgründen können wir keine Bahnhöfe als Bleibe über Nacht zur Verfügung stellen", sagte eine BVG-Sprecherin.

Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Sicherheit in sogenannten "Kältebahnhöfen" nicht verlässlich gewährleistet werden könne.

Die Mitarbeiter vor Ort seien aber angewiesen – "insbesondere in Phasen extremer Kälte – selbstverständlich mit besonderer Sensibilität und Augenmaß" zu handeln, führte die Sprecherin aus. Niemand werde achtlos aus einem Bahnhof verwiesen.

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"Unser Sicherheitspersonal ist gezielt für die Ansprache wohnungsloser Menschen geschult und bewertet die Situationen stets individuell und verantwortungsvoll."

Die extreme Kälte in Berlin ist für Obdachlose besonders bedrohlich, da es nicht immer genug Notunterkünfte gibt. In den kommenden Nächten sind teilweise deutliche Minusgrade vom Deutschen Wetterdienst angekündigt worden.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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