Bei Union-Spiel: Polizei zieht Bus mit St.-Pauli-Fans aus dem Verkehr

Berlin - In Berlin musste die Polizei am Sonntag einen Bus aus dem Verkehr ziehen, mit dem Fans des FC St. Pauli zum Spiel gegen Union Berlin in die Hauptstadt gereist waren.

Der schrottreife Reisebus ist von der Polizei auf einem Parkplatz am Stadion An der Alten Försterei überprüft worden.  © Screenshot/X/Polizei Berlin Einsatz (Bildmontage)

Stein des Anstoßes war das Gefährt selbst, das von den Beamten die Rote Karte gezeigt bekam - um im Fußball-Jargon zu bleiben - mit anderen Worten: Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Angesichts der Mängel und der Bilder, die die Behörde beim Kurznachrichtendienst X veröffentlichten, grenzt es beinahe an ein Wunder, dass der Reisebus die rund 290 Kilometer überhaupt einigermaßen intakt überstanden hatte.

"Wir mussten einen Bus der Gästefans aus Hamburg aufgrund erheblicher technischer Mängel aus dem Verkehr ziehen lassen", teilte die Polizei mit und ging anschließend ins Detail.

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So wurden beispielsweise erhebliche Rostschäden ins Feld geführt, die man deutlich auf den veröffentlichten Fotos erkennen kann.

Generell schien die Außenverkleidung des Doppeldeckers in einem desolaten Zustand zu sein. Auf weiteren Schnappschüssen ist zu sehen, dass die eigentlich abschließbare Tankklappe nur notdürftig mit Gaffer-Tape zugeklebt wurde.

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Im Innenraum liegen Kabel offen, weil Teile der Verkleidung fehlen (l.) und der Tankdeckel ist nur notdürftig mit Gaffer-Tape zugeklebt worden.  © Screenshot/X/Polizei Berlin Einsatz (Bildmontage)
Teile der Karosserie sind nur notdürftig mit Zugbändern und Kabelbindern geflickt worden.  © Screenshot/X/Polizei Berlin Einsatz (Bildmontage)

Die Polizei hat bei X ein Video veröffentlicht, das die krassen Schäden dokumentiert

Weiterfahrt untersagt: St.-Pauli-Fans müssen Rückreise in Ersatzbussen antreten

Der Reisebus ist zum Sicherungsgelände der Polizei abgeschleppt worden.  © Screenshot/X/Polizei Berlin Einsatz

Andere Teile der Karosserie wurden nur mit Kabelbindern oder dickeren Zugbändern notdürftig geflickt und zusammengehalten.

Auch im Innenraum gab es ersichtliche Defizite. Hier fehlten Teile der Verkleidung, wodurch Kabel offen lagen.

Zu allem Überfluss verlor der fahrende Schrotthaufen noch Öl am Getriebe und war auf Reifen unterwegs, die sich laut Polizei "an der Verschleißgrenze" befunden haben sollen.

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Angesichts dieses katastrophalen Zustands stellt sich die Frage, wie der Bus überhaupt durch den TÜV gekommen ist, oder wie das Fahrzeug zwischen zwei Hauptuntersuchungen dermaßen verschlissen worden sein kann.

Natürlich wurde der Reisebus aus Sicherheitsgründen umgehend stillgelegt, sodass für die Rückreise Ersatzbusse organisiert werden mussten, damit die Pauli-Fans nach dem Punktgewinn in der Hauptstadt wohlbehalten gen Heimat fahren konnten.

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