Keine Nacht ohne Schüsse in Berlin: Lokal in Neukölln im Visier

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Von Hannes Rücker

Berlin - Erneut sind in der Nacht zu Donnerstag Schüsse auf ein Lokal in Berlin-Neukölln abgegeben worden.

Der Tatort in Neukölln wurde von der Polizei großräumig abgesperrt.
Der Tatort in Neukölln wurde von der Polizei großräumig abgesperrt.  © Manuel Genolet/dpa

Gegen 5 Uhr alarmierten zwei Zeugen die Polizei, nachdem sie Schüsse gehört hatten, sagte ein Sprecher der Behörde.

Vor Ort hätten die Beamten zwei Einschüsse in der Frontscheibe eines Lokals in der Hermannstraße entdeckt. Verletzt wurde demnach niemand, obwohl sich zum Zeitpunkt der Tat, gegen 4.40 Uhr, bis zu sechs Personen in dem Laden befunden haben sollen.

Nach ersten Informationen seien die Schützen zwei maskierte Männer gewesen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

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Es ist bereits der dritte Vorfall mit Schüssen in Berlin in dieser Woche. Erst in der Nacht zuvor wurden zwei Männer in Moabit durch Schüsse und Stiche verletzt. Beide wurden vorläufig festgenommen.

Nach Angaben der Polizei kam es zu einem Streit zwischen mindestens zwei Personen in einer Shisha-Bar, wobei ein 26-Jähriger Verletzungen am Arm erlitt. Am Dienstag hatte die Polizei ebenfalls in Neukölln Einschusslöcher an einem Lokal festgestellt.

Die Sondereinheit Ferrum (lateinisch, übersetzt: "Eisen") übernahm die Ermittlungen. Die Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA) wurde nach zahlreichen Schießereien im vergangenen Jahre eingerichtet.

Die Berliner Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe "Telum" nach. Durch Razzien in Bars und an Treffpunkten soll die organisierte Kriminalität unter Druck gesetzt werden.

Erstmeldung von 6.51 Uhr, aktualisiert um 9.21 Uhr.

Titelfoto: Manuel Genolet/dpa

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