CSD-Veranstalter und Justizministerin: Berlin-Anschlag hat Auswirkungen auf Sachsen-Anhalt
Von Inga Jahn
Magdeburg - Die Organisatoren der CSD-Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt sind nach dem tödlichen Angriff in Berlin geschockt.
"Wir waren gestern selbst bis zum Ende vor Ort", sagte CSD-Sachsen-Anhalt-Sprecher Falko Jentsch der Deutschen Presse-Agentur.
Vorfälle wie jene lähmten nicht nur die Leichtigkeit und Lockerheit auf den Veranstaltungen, sie führten in Sachsen-Anhalt zu einem Teilnehmerrückgang und veränderten den Grundgedanken des CSD, sagte er.
Auch Justizministerin Franziska Weidinger (49, CDU) sieht Auswirkung bis nach Sachsen-Anhalt. "Wir wissen aus eigener, schmerzhafter Erfahrung nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024, was Betroffene, Angehörige und eine ganze Gesellschaft in solchen Momenten durchleben", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.
"Die Ereignisse in Berlin reißen bei uns in Sachsen-Anhalt Wunden auf, die längst nicht verheilt sind."
Am späten Samstagabend war ein Auto am Rande des Berliner CSD in Passanten gefahren. Eine Frau starb, mehrere Menschen wurden verletzt. Derzeit fahndet die Polizei noch nach dem mutmaßlichen Täter.
Titelfoto: Bildmontage: Elisa Schu/dpa, Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
