Jugendliches Trio gibt sich als Polizisten aus: Rentner wittert den Betrug
Berlin - Ein 84-Jähriger hat am Dienstagmittag in Prenzlauer Berg einen dreisten Trickbetrug vereitelt. Drei junge Männer (16, 17 und 25) hatten sich als Polizisten ausgegeben, um den Mann um sein Geld zu bringen.
Wie die Berliner Polizei mitteilte, klingelte gegen 13.30 Uhr in der Wohnung des Rentners in der Heinz-Bartsch-Straße das Telefon.
Am anderen Ende meldete sich ein angeblicher Polizeibeamter, der von falschen Überweisungen vom Konto der Ehefrau sprach.
Das Opfer sollte angeblich helfen, Betrügereien zu verhindern, indem es eine hohe Bargeldsumme abhebt und die Scheine gemeinsam am Telefon überprüft.
Der 84-Jährige wurde allerdings misstrauisch und alarmierte die echte Polizei. Als wenig später ein Abholtermin für die angeblich falschen Geldscheine vereinbart wurde, griffen Zivilfahnder des Landeskriminalamts zu: Sie nahmen sowohl den Abholer an der Haustür als auch zwei Komplizen im mutmaßlichen Fluchtfahrzeug fest.
Die drei Tatverdächtigen – 16, 17 und 25 Jahre alt – kamen zunächst in Polizeigewahrsam.
Fachkommissariat für Betrugsdelikte ermittelt
Nach erkennungsdienstlicher Behandlung übergab die Polizei die beiden Jüngeren dem Jugendnotdienst, während der 25-Jährige am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden soll.
Das zuständige Fachkommissariat für Betrugsdelikte des LKA hat die Ermittlungen übernommen.
Titelfoto: Daniel Karmann/dpa
