Berlin - Nach dem Versuch, ein mutmaßlich gefälschtes iPhone über ein Onlineportal zu verkaufen, hat die Berliner Polizei in der Wohnung eines Verdächtigen Drogen und Waffen sichergestellt.
Auslöser des Einsatzes war ursprünglich ein vermeintlicher Markenrechtsverstoß, wie die Polizei am Dienstag auf Facebook mitteilte.
Demnach kamen einem jungen Mann beim geplanten Kauf eines angeblich "nagelneuen" Smartphones vor Ort Zweifel an der Echtheit des Geräts. Er informierte daraufhin die Beamten.
Der Verdacht bestätigte sich: Es war kein Originalgerät.
Der Beschuldigte zeigte sich nach Polizeiangaben kooperativ und erklärte: "Ihr könnt euch gern in meiner Wohnung umsehen, ihr werdet nichts weiter finden."
Die Beamten stellten die Bude auf den Kopf und wurden fündig: Neben mehreren gefälschten Smartphones samt Verpackungen und Rechnungen entdeckten sie im Gefrierfach rund 1,5 Kilogramm Amphetamin.
Zudem wurden Feinwaagen und "szenetypisches" Verpackungsmaterial sichergestellt, wie es weiter hieß.
Polizei entdeckt griffbereite Waffen
Darüber hinaus fanden die Beamten diverse Schreckschuss-, Softair- und Dekowaffen, die griffbereit an einer Wohnzimmerwand angebracht waren. Auch erlaubnispflichtige Manövermunition wurde entdeckt.
Außerdem stellten die Ermittler ein handschriftliches "Kassenbuch" und Notizen zu weiteren Verkäufen sicher. Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.