Mit 63 Sachen durch Lichtenberg: Polizei zieht aufgemotzten E-Scooter aus dem Verkehr
Berlin - Ein Verkehrsrowdy mit einem aufgemotzten E-Scooter hat sich in Berlin-Lichtenberg eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert.
Er fiel einer Fahrradstreife auf, da er deutlich schneller als erlaubt unterwegs war, wie die Behörde am Freitag auf Facebook schrieb.
Als der Fahrer die Beamten bemerkte, flüchtete er. Es folgte eine rund zwei Kilometer lange Verfolgung, bei der schnell klar wurde: Dieses Fahrzeug entsprach längst nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben.
Zwar verlor die Streife den Scooter kurzzeitig aus den Augen, konnte den Fahrer aber wenig später erneut stellen. Bei der Kontrolle entdeckten die Einsatzkräfte zusätzlich ein Butterflymesser.
Für die eigentliche Überraschung sorgte jedoch die technische Überprüfung des Fahrzeugs. Bei einer Probefahrt wurde eine Geschwindigkeit von 63 km/h gemessen.
Bedeutet: mehr als das Dreifache der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde für E-Scooter. Dann wurde es noch wilder: Bei frei drehendem Rad zeigte der Tacho sogar 99 Sachen an.
Die Polizei beschlagnahmte den Scooter als Beweismittel. Gegen den jungen Fahrer wird nun unter anderem wegen des Verdachts auf ein illegales Kraftfahrzeugrennen, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.
Titelfoto: Daniel Karmann/dpa, Polizei Berlin (Bildmontage)
