Berlin - So hat er sich seinen ersten "Arbeitstag" sicher nicht vorgestellt: Die Polizei Berlin hat ein sogenanntes "Koks-Taxi" mit einem "Frischling" am Steuer aus dem Verkehr gezogen.
Die Beamten waren in der vergangenen Woche im Abschnitt 25, der sich im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf befindet, auf das Auto aufmerksam geworden, wie die Behörde bei Facebook mitteilte.
Bei der Kontrolle stieg den Einsatzkräften dann der typische Cannabis-Geruch in die Nase, sodass der Fahrer schließlich in eine freiwillige Durchsuchung einwilligte.
Dabei entdeckten die Polizisten in der Jacke des Mannes, die auf der Rückbank lag, 15 Gefäße mit einer weißen Substanz, bei der es sich wahrscheinlich um Kokain handelte.
Zudem wurden zehn bunte Tütchen mit Marihuana unter dem Fahrersitz aufgespürt. Spätestens bei einem Blick ins Handy des Fahrers war dann klar, wie der Hase läuft.
Denn hier machten die Ermittler einen Chat in einem Messenger-Dienst aus, der den Verdacht erhärtete, dass der Wagen für einen Drogen-Lieferservice genutzt wurde.
Seine Erklärung kam dann sicher auch für die Beamten überraschend: Es sei sein erster Arbeitstag als Drogenkurier gewesen, behauptete der Tatverdächtige. Mittlerweile sitzt der verhinderte Dealer in U-Haft.