Polizei zieht rollenden Schrotthaufen aus dem Verkehr: Mängel sind erschreckend
Berlin - Die Polizei hat in Berlin wieder einmal einen schrottreifen Transporter gestoppt. Bei der ellenlangen Mängelliste grenzt es beinahe an ein Wunder, dass der Mercedes überhaupt noch fährt.
Oder besser gesagt gefahren ist, denn nach der Kontrolle wurde das Fahrzeug aus Sicherheitsgründen erst einmal stillgelegt.
Bei einer gründlichen Überprüfung stellte ein TÜV-Gutachter nämlich letztendlich sage und schreibe 45 (!) Mängel an dem Fahrzeug fest, wie die Polizei bei Facebook mitteilte.
Einige Schäden sind sicherlich nicht so gravierend und wurden nach Ansicht einiger Follower auch doppelt aufgelistet, aber andere stellen ein erhebliches Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt dar.
Hier wären insbesondere ein kaputtes Fahrwerk, schlechte Bremsen, abgefahrene Reifen, beschädigte und teilweise defekte Leuchten und der Ölverlust zu nennen.
Fazit: Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt augenblicklich von den Einsatzkräften verboten und sein Transporter wurde abgeschleppt.
Polizei wird bei Verkehrskontrolle auf A100 fündig
"Wir sind gesetzlich verpflichtet, Ihnen mitzuteilen, dass ein Weiterbetrieb des Fahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr vor Behebung der Mängel nicht zulässig ist", wurde dem Halter im Prüfprotokoll mitgeteilt.
Über den Sachverhalt wurde auch die Straßenverkehrsbehörde informiert, die weitere Schritte gegen den Halter einleiten kann wie beispielsweise eine kostenpflichtige Zwangsstilllegung.
Ob sich bei dem Gefährt eine Reparatur aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten überhaupt noch lohnt, ist zu bezweifeln. Hier droht wohl eher die letzte Fahrt zum Schrottplatz.
Auf den fahrenden Schrotthaufen sind die Beamten übrigens bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle auf der Stadtautobahn A100 aufmerksam geworden.
Der Transporter habe schon auf den ersten Blick so ausgesehen, "als hätte er seine besten Tage lange hinter sich", hieß es. Die 45 Mängel seien ein neuer Rekord für die hiesige Autobahnpolizei.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa, Facebook/Polizei Berlin (Bildmontage)

