Berlin - Mit diesem Fund haben die Beamten sicher nicht gerechnet: Bei der Durchsuchung eines mutmaßlichen Dealers hat die Polizei am Donnerstagnachmittag in Berlin-Spandau eine Waffe sichergestellt.
Das ist per se natürlich erst einmal nicht ungewöhnlich, allerdings hat sich die geladene Pistole bei näherer Überprüfung als eine alte Dienstwaffe der Polizei Berlin herausgestellt, wie die Behörde am Freitag mitteilte.
Die Feuerwaffe wurde demnach vor 15 Jahren bei einem Einbruch gestohlen und war seitdem unauffindbar. Wie der 26-Jährige in den Besitz der Pistole gekommen ist, war zunächst unklar.
Der Mann war einer Zivilstreife in der Parkstraße Ecke Neuendorfer Straße in seinem Wagen aufgefallen, den er offenbar als sogenanntes Koks-Taxi verwendete.
Bei einer freiwilligen Durchsuchung des Autos entdeckten die Einsatzkräfte unter anderem verschreibungspflichtige Medikamente, einen Schlagstock, mehrere Handys und eine vierstellige Summe Bargeld.
Das machte die Polizisten neugierig, sodass ein richterlicher Beschluss für eine Wohnungsdurchsuchung beantragt wurde.
Gegen 15.30 Uhr rückte dann schließlich eine Hundertschaft in der Wohnung des Fahrers in Hakenfelde ein und fand weitere mutmaßliche Arzneimittel und eben jene Dienstwaffe. Der 26-Jährige wurde vorübergehend festgenommen, befindet sich inzwischen aber wieder auf freiem Fuß. Die weiteren Ermittlungen dauern an.