Doch nicht so friedlich? Polizeigewerkschaft zieht kritisches Fazit zum 1. Mai

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Berlin - Während der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) am 1. Mai noch von einem insgesamt friedlichen Verlauf sprach und Polizei sowie Einsatzkräfte lobte, fällt die Bilanz der Gewerkschaft der Polizei deutlich kritischer aus.

Polizeibeamte geraten kurz vor Ende der Demonstration "Revolutionärer 1. Mai - Freiheit. Frieden. Solidarität." mit Teilnehmern aneinander.
Polizeibeamte geraten kurz vor Ende der Demonstration "Revolutionärer 1. Mai - Freiheit. Frieden. Solidarität." mit Teilnehmern aneinander.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Demnach wurden bei den zahlreichen Einsätzen in der Hauptstadt mindestens zehn Polizisten verletzt.

Zwar lobt die GdP den großflächigen Einsatz der Sicherheitskräfte bei rund 90 Versammlungen und Veranstaltungen, die überwiegend störungsfrei verlaufen seien. Hunderttausende Menschen hätten friedlich demonstriert und gefeiert, auch Polizei und Feuerwehr hätten die Lage grundsätzlich professionell bewältigt.

Doch die Nacht in Berlin-Kreuzberg trübt die Gesamtbilanz deutlich. Dort kam es laut GdP erneut zu Angriffen auf Einsatzkräfte: Gegenstände wurden geworfen, zudem wurde Pyrotechnik gezündet.

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"Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, aber mit mindestens zehn verletzten Kollegen kann man nicht von einem friedlichen 1. Mai sprechen", so die klare Einschätzung der Gewerkschaft.

Am Ende bleibt ein gespaltenes Bild zwischen überwiegend friedlichem Protest auf der einen und Gewaltvorfällen auf der anderen Seite.

Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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