Er sollte abgeschoben werden: Mann randaliert in Flugzeug am BER, alle müssen raus

Von Sarah Knorr

Berlin - Aufregung am BER: In einem Flugzeug am Berliner Hauptstadtflughafen ist es zu einem Vorfall mit einem Abschiebehäftling gekommen.

Alle Passagiere mussten aus der Maschine wieder aussteigen.  © --/dpa

In den hinteren Reihen begann der Mann zu randalieren und wurde von den ihn begleitenden Polizisten aus dem Flieger geleitet, wie ein dpa-Reporter berichtete. Durch das Gerangel sei an der Vordertür des A320 die Notrutsche ausgelöst worden. Alle Passagiere mussten demnach aussteigen. 

Das Flugzeug sollte von Berlin nach Wien fliegen. Eine Sprecherin von Austrian Airlines bestätigte einen Vorfall in der Maschine. Der Passagier habe sich lautstark bemerkbar gemacht, weswegen beschlossen worden sei, dass er aussteigen müsse. Leider sei die Notrutsche aktiviert gewesen.

Auf der Fluginformationsseite des BER war zusehen, dass der Flug eigentlich um 7.00 Uhr starten sollte. Am späten Morgen durften die ersten Passagiere wieder in die Maschine einsteigen.

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Nach Angaben der Airline-Sprecherin wird der Flug mit zweieinhalb Stunden Verspätung in Wien erwartet. 

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So viele Abschiebungen werden abgebrochen

Der Flieger konnte mit Verspätung vom BER starten.  © Dominik Kotzur/dpa

Im vergangenen Jahr wurden 1.593 Abschiebungen mit Beteiligung der Bundespolizei abgebrochen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage mehrerer Linken-Abgeordneten hervorgeht. 

Die Gründe sind vielfältig und waren demnach etwa medizinische Notfälle, aktiver und passiver Widerstand, fehlendes Personal oder Dokumente sowie Selbstverletzung oder derartige Versuche. Auch ein Ablehnen der Übernahme durch die Bundespolizei oder Gründe im Zusammenhang mit dem Flug selbst werden genannt. 

Im Vorjahr wurden 22.787 Menschen abgeschoben, davon 19.987 über den Luftweg.

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Erstmeldung um 9.11 Uhr, aktualisiert um 9.50 Uhr

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