Riesige Rauchsäule über Oranienburg: Lagerhalle steht lichterloh in Flammen
Berlin - Großeinsatz der Feuerwehr: Im Gewerbegebiet in Oranienburg ist am Sonntag eine Lagerhalle in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr kämpft mit einem Großaufgebot gegen den Großbrand.
Wie ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordost bestätigte, steht eine Halle, in der Papier verarbeitet wird, in Vollbrand. Menschen seien ersten Erkenntnissen zufolge nicht in Gefahr.
Auf dem Gelände befinden sich insgesamt drei Hallen. Die mittlere sei durch das Feuer eingestürzt, teilte die Feuerwehr mit. Ein Übergreifen der Flammen auf die anderen beiden Hallen konnten die Einsatzkräfte demnach verhindern.
Die Rauchentwicklung ist enorm: Eine gewaltige, schwarze Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen. Teilweise sogar von Berlin aus.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt in einer Gefahrenmeldung vor "einer Rauchentwicklung bei einem ausgedehnten Brand".
Als die ersten Feuerwehrleute gegen 12.25 Uhr in der Hans-Grade-Straße eintrafen, brannte die große Lagerhalle bereits lichterloh. Zeitweise schlugen die Flammen mehrere Meter hoch aus dem Gebäude.
Anwohner im Süden sollen Fenster und Türen schließen
Das Problem: Die Einsturzgefahr ist groß. Durch die enorme Hitze verformten sich Teile der Außenwände und des Daches. Teilbereiche der Halle sollen nach TAG24-Informationen bereits eingestürzt sein.
Die Löscharbeiten dauern derweil an und gestalten sich schwierig. Aufgrund der enormen Hitze und der teilweise eingestürzten Hallenkonstruktion müssen die Einsatzkräfte Sicherheitsabstände einhalten und jederzeit mit weiteren Einstürzen rechnen.
Wie das Feuer ausbrechen konnte, ist derzeit noch unklar. Das Bundesamt empfiehlt der Bevölkerung im südlichen Stadtgebiet, sofort Fenster und Türen zu schließen. Klimaanlagen sollen abgeschaltet werden. Die Zufahrt zum Industriegebiet an der B96 soll für Einsatzfahrzeuge freigehalten werden.
Titelfoto: Julian Stähle
