Gift-Raupe breitet sich aus: Parks und Gärten in Berlin gesperrt

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Berlin - In Berlin werden Parks, Gärten und Spielflächen abgesperrt und mit Warnhinweisen versehen. Der Grund: Die giftige Raupe "Eichenprozessionsspinner" breitet sich aus.

Die Härchen des Eichenprozessionsspinner löst allergische Reaktionen aus.
Die Härchen des Eichenprozessionsspinner löst allergische Reaktionen aus.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

In den vergangenen Jahren haben sich Eichenprozessionsspinner immer stärker vermehrt. Viele Grünanlagen mussten gesperrt werden, denn die feinen Brennhaare der Raupen enthalten ein giftiges Eiweiß, das bei Menschen und Tieren zu Hautreizungen führen und in Einzelfällen auch schwere allergische Reaktionen bis hin zum Schock auslösen kann.

Werden die giftigen Härchen eingeatmet, können sie auch Rachen und Atemwege stark reizen und Atemnot verursachen. Der Grund: Der Körper reagiert auf das Gift, indem sogenannte Mastzellen den Botenstoff Histamin freisetzen – ähnlich wie bei einer allergischen Reaktion.

In Charlottenburg-Wilmersdorf sind derzeit insgesamt sechs Sportanlagen geschlossen, in Spandau drei Spielplätze. In Friedrichshain-Kreuzberg bleibt die Grillwiese im Görlitzer Park ebenso gesperrt. Auch Sachsens Wälder und Wiesen sind davon betroffen.

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Der Wildtierexperte der Umweltverwaltung, Derk Ehlert, sagte dem rbb jedoch, dass der Spuk voraussichtlich Ende Juni vorbei sein wird. Dann würden sich die Raupen zu Faltern entwickeln und umherfliegen.

Im Gegensatz zur Raupe mit ihren Brennhaaren lösen die Falter keine allergischen Reaktionen aus.

Das ist nach Kontakt mit den Raupen zu tun

In einigen Berliner Grünanlagen werden Besucher durch Hinweisschilder gewarnt.
In einigen Berliner Grünanlagen werden Besucher durch Hinweisschilder gewarnt.  © Soeren Stache/dpa

Wer versehentlich mit Nestern oder Raupen in Kontakt gekommen ist, sollte die Kleidung sofort wechseln, gründlich duschen und auch die Haare waschen.

Wichtig: Nach dem Waschen oder Duschen die Haut nicht trocken rubbeln, sondern vorsichtig abtupfen. Anschließend kann sie behutsam geföhnt werden. Reiben oder Rubbeln kann die Brennhaare sonst tiefer in die Haut treiben.

Die Kleidung sollte anschließend bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Auch Schuhe müssen gründlich gereinigt werden. Gereizte Hautstellen lassen sich mit Eis oder Kühlpads lindern.

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Bei starken Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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