"taz"-Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah aus KaDeWe-Schaufenster verschwunden

Berlin - Mit ihrer Werbung für das KaDeWe sorgte Hengameh Yaghoobifarah (29) für Wirbel. Nun wurde die umstrittene "taz"-Kolumnistin rausdekoriert.

Die umstrittene "taz"-Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah (29) machte Werbung für das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe. (Bildmontage)
Die umstrittene "taz"-Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah (29) machte Werbung für das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe. (Bildmontage)  © Screenshot/instagram/habibitus, picture alliance / Jörg Carstensen/dpa (Bildmontage)

Der mediale Aufschrei war groß, als die Kapitalismuskritikerin vor einer Woche überlebensgroß im Fenster des Berliner Luxuskaufhauses in der Tauentzienstraße zu sehen war. 

Als Model in einer Porträt-Strecke zeigte sich die Aktivistin und Herausgeberin ("Eure Heimat ist unser Albtraum") in einem Ledermantel für stolze 3900 Euro und Stiefeln für 459 Euro.

Yaghoobifarah verteidige ihre Werbung auf Twitter nach regem Protest schließlich mit den Worten: "Interessantes Weltbild: Das Einzige, was Leute davon zurückgehalten hat, 4000-Euro-Designermäntel zu kaufen, war die lack of diversity in deren bisheriger Kampagne."

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Und weiter twitterte die 29-Jährige zu Beginn der Debatte: "More likely ist doch, dass ich linke Propaganda im Luxuskaufhaus bewerbe."

Doch nun schmückt die KaDeWe-Werbeikone nicht mehr das Schaufenster des Konsumtempels. Was ist passiert? 

"Wir haben Platz für acht weitere Persönlichkeiten geschaffen", sagte eine Pressesprecherin des Kaufhauses auf Anfrage der "B.Z." Dies sei Teil der Werbekampagne und keine Reaktion auf die Welle der Kritik, die der neuen Galionsfigur des Kapitalismus-Flaggschiffes entgegenschlägt, heißt es weiter. Im Kundenmagazin posiert die linke Autorin hingegen weiter in der Kleidung, die sich der Großteil der Polizisten nicht leisten kann.

Im Juni 2020 erntete Yaghoobifarah scharfe Kritik für ihre "taz"-Kolumne: "All cops are berufsunfähig" und brachte auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) gegen sich auf.

Titelfoto: Screenshot/instagram/habibitus, picture alliance / Jörg Carstensen/dpa (Bildmontage)

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