210.000 Fans bei Rekordhitze: Bruno Mars verwandelt Olympiastadion in Party-Hölle

Berlin - Nicht nur das Thermometer lief am Wochenende heiß: Während Berlin bei Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke schwitzte, brachte Bruno Mars (40) das Olympiastadion endgültig zum Kochen. Rund 210.000 Fans feierten den Weltstar an drei ausverkauften Abenden. TAG24 war live dabei.

Rund zwei Stunden performte Bruno Mars jeden Abend für seine Fans.  © TAG24

Nach neun Jahren kehrte Bruno Mars mit seinem Ende Februar veröffentlichten Album "The Romantic" auf die Bühne zurück. Seine einzigen drei Deutschlandkonzerte spielte der US-Superstar am Wochenende sowie am Montag im Berliner Olympiastadion – ausgerechnet während der Hitzewelle.

Doch die Fans waren bestens auf die Temperaturen vorbereitet: Fächer, Mini-Ventilatoren und luftige Sommeroutfits gehörten zur Standardausrüstung. Beim Dresscode dominierte vor allem eine Farbe: Rot. Ob rote Kleider, Hemden, Herzen oder Rosen als Accessoires: Das romantische Motto der Tour spiegelte sich auch im Publikum wider.

Eines war schnell klar: Nicht nur die sommerlichen Temperaturen sorgten für schweißtreibende Momente. Mit seiner markanten Stimme und einer energiegeladenen Show brachte der vielfache Grammy-Gewinner das Olympiastadion rund zwei Stunden lang zum Kochen.

Berlin Kultur & Leute Hollywood-Stars Tom Holland und Zendaya erobern in Berlin Herzen der "Spider-Man"-Fans

"Wer weiß, wann er wieder mal nach Deutschland kommt. Wir müssen das genießen. Er ist ein Weltstar", sagte eine Mutter zu ihrer Tochter neben mir. Auch andere junge Frauen konnten ihre Freudentränen kaum zurückhalten und mussten darauf achten, nicht vor Emotionen überzusprudeln.

Spätestens bei Hits wie "Grenade", "Locked Out of Heaven", "Just the Way You Are" und "Uptown Funk" hielt es kaum noch jemanden auf den Sitzen. Es wurde getanzt, gesprungen und aus voller Kehle mitgesungen – selbst in den obersten Reihen. Zeitweise war der Jubel der rund 70.000 Fans so laut, dass der 40-Jährige unterbrechen musste und das Publikum die Songs allein weitersingen ließ.

Anzeige

So kamen die Fans ins Stadion

Ein Fächer und ein Mini-Ventilator waren das ultimative Must-have beim Bruno-Mars-Konzert.  © Carsten Koall/dpa
Rund 70.000 Fans strömten jeweils am Freitag, Samstag und Montag in das Olympiastadion.  © Carsten Koall/dpa

Bruno Mars im Olympiastadion: Gänsehaut vor der Bühne, Geduld auf der Straße

Ein orangefarbener Sonnenuntergang über dem Stadion rundete das ohnehin perfekte Konzert stimmungsvoll ab.  © TAG24

Als die Sonne langsam sank und den Himmel in warmes Orange tauchte, erreichte die romantische Stimmung ihren Höhepunkt. Überall wurde sich umarmt, gelacht und erschöpft gejubelt.

Auch nach "Dance with me", dem letzten Song, war die Atmosphäre geprägt von einem spürbaren Adrenalinschub, der noch lange nach dem Konzertende anhielt.

Vor dem Stadion ging die Stimmung weiter: An den Kiosken und durch vorbeifahrende Autos lief noch Aftershow-Musik, während sich die Menschen langsam in Richtung Abreise bewegten. Doch ein schnelles Vorankommen war kaum möglich – rund um das Olympiastadion ging zeitweise nichts mehr.

Berlin Kultur & Leute Viel zu entdecken: Berliner hat ein neues Museumsquartier am Hauptbahnhof

Im öffentlichen Nahverkehr herrschte Gedränge: Die S3 und S9 waren stark überfüllt, viele Fans mussten mehrere Züge abwarten, bevor sie überhaupt einsteigen konnten.

Für Autofahrer sah es nicht besser aus. Auf den Parkplätzen kam es zu langen Wartezeiten teilweise von über einer Stunde, da ein reibungsloses Reißverschlussverfahren nicht möglich war. Immer wieder war ein lautes Hupkonzert zu hören.

Erst in Richtung Preußenallee/Reichsstraße begann sich der Verkehr nach und nach zu entspannen.

Mehr zum Thema Berlin Kultur & Leute: