Maxim Gorki Theater muss den Gürtel enger schnallen: Kultursenatorin sieht keinen Grund zur Sorge

Berlin - Das Maxim Gorki Theater steht vor einer turbulenten Übergangsphase. Nun muss das Haus auf seine Rücklagen zurückgreifen – welche Folgen das für die Produktionen hat, ist noch unklar.

Der Personalrat des Gorki kritisiert die Pläne der Senatsverwaltung scharf. (Archivfoto)
Der Personalrat des Gorki kritisiert die Pläne der Senatsverwaltung scharf. (Archivfoto)  © Paul Zinken/dpa

Nach 13 Jahren unter Intendantin Shermin Langhoff (56), die das Haus künstlerisch prägte, übernimmt ab 1. August Çağla Ilk (50), bisher vor allem in der Bildenden Kunst aktiv.

Beobachter sehen den Neustart kritisch, zumal das Theater mit Werkstättenstreit und einem hohen Defizit zu kämpfen hat, wie der Tagesspiegel berichtete.

Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (56) beruhigt: Rücklagen in Höhe von zwei Millionen Euro sichern die Projekte, am Jahresende sei mit einer schwarzen Null zu rechnen. Auch die künstlerische Qualität stehe nicht infrage.

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In einer Pressemitteilung warnte der Personalrat des Theaters vor schlechteren Arbeitsbedingungen, steigenden Kosten und Einschnitten in die künstlerische Produktion. "Unsere Werkstätten arbeiten effizient, bezahlbar und künstlerisch eng verzahnt – das will der Senat nun zerschlagen", heißt es. Der Personalrat hat deshalb Klage eingereicht, um Mitbestimmungsrechte durchzusetzen.

Bis ein neues Gutachten über Synergien und mögliche Zusammenlegungen vorliegt, bleibt die Debatte um Struktur, Finanzen und künstlerische Autonomie am Maxim Gorki Theater bestehen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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